WiR werden Eltern 

Oft wird die Elternschaft mit strahlenden Müttern und geduldigen Vätern dargestellt, die immer und überall lächelnd kompetent ihre Elternrolle ausüben.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Schwierigkeiten in der Partnerschaft, finanzielle Probleme, psychische und/oder Suchterkrankung der Eltern, eine ungewollte Schwangerschaft oder allein die Überforderung mit der neuen Situation umzugehen, lassen den "freudigen Anlass" häufig zu einer belastenden Situation werden.

Daraus können sich gesundheitliche Störungen entwickeln, welchen durch Information und frühe Hilfen entgegengesteuert werden kann.

Das Projekt

hat sich zum Ziel gesetzt, werdende und junge Eltern auf das vorhandene Bildungs- und Beratungsangebot aufmerksam zu machen und sie zu motivieren, dieses in Anspruch zu nehmen.

Dazu gibt es unterschiedliche Maßnahmenpakete:

  • Entwicklung von Materialien
  • Einrichten eines Elterntelefons
  • Informationsveranstaltungen für werdende/junge Eltern
  • Veranstaltungen für Fachleute
  • Nutzung bzw. Aufbau von Strukturen zu Weiterentwicklung des Angebots
  • Qualitätssicherung durch Zusammenarbeit mit Elternbildungs- und -beratungseinrichtungen
  • gezielte Öffentlichkeitsarbeit

Meilensteine im Projekt

Materialien

Als zentrales Element wurde ein Info-Büchlein entworfen, welches in einfacher Sprache und mit vielen Bildern auf emotionaler Ebene werdende Eltern auf die Herausforderungen in Schwangerschaft und Geburt anspricht und auf das bestehende Hilfsangebot hinweist. Dieses Material wird nun in unterschiedlichen Settings eingesetzt. In der Projektlaufzeit werden weitere Materialen entwickelt und hergestellt.

Einrichtung des Tiroler Elterntelefons

In Kooperation mit der Tiroler Familieninfo startete im Juni 2008 das Tiroler Elterntelefon, eine niederschwellige Anlaufstelle für Eltern in allen Fragen zu Familie und Kindern. Dieses wird laufend weiterentwickelt und den Gegebenheiten der Anfragen angepasst.

Befragung von 1.000 Erstschwangeren

In den Praxen von Tiroler Frauenärzte/innen werden von Juni 2008 - März 2009 1.000 Erstschwangere ab der 20. Schwangerschaftswoche zu ihrer subjektiven Befindlichkeit, des eigenen Gesundheitsverhaltens und zum Bekanntheitsgrad und Nutzungsverhalten von Bildungs- und Beratungsangeboten befragt. Dazu erhalten sie auch das Info-Büchlein.

Aus dieser Primärbefragung werden 2 Panele à 150 Frauen über die gesamte Projektlaufzeit begleitet, um die gesetzten Interventionen nach deren Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit zu messen und zu analysieren. 

Weiterentwicklung der Maßnahmen

Werdende und junge Eltern müssen auf ihrem Weg zu einer Familie durch ganz bestimmte "Nadelöhre" durch. An diesen sollen geeignete Interventionen und Maßnahmen gesetzt werden um sie auf ihre Rolle als Eltern gut vorzubereiten und auch auf die vorhandenen Angebot aufmerksam zu machen.

Veranstaltungen für Fachleute

In unterschiedlichen Veranstaltungen werden Fachleute (z.B. Frauenärzte/innen, Hebammen, Elternbildner/innen und -berater/innen, etc.) über das Projekt informiert, in Workshops mit ihnen kooperiert und zur Beratung und Weiterentwicklung des Projekts miteingebunden.

Das Projekt wird gefördert durch den Fonds Gesundes Österreich.

Fond Gesundes Österreich


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