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Nichtraucherschutz in Bayern soll wieder gelockert werden ...

Die Debatte über das bayerische Rauchverbot ist wieder voll entbrannt. Der designierte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekam für seinen Vorstoß für eine Lockerung des bayerischen Nichtraucherschutzgesetzes Lob vom möglichen Koalitionspartner FDP sowie vom Hotel- und Gaststättenverband. Scharfe Kritik äußerte dagegen unter anderem die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die SPD-Politikerin Sabine Bätzing.
Seehofer sagte knapp zwei Wochen nach dem CSU-Debakel bei der Landtagswahl, das strenge Rauchverbot im Freistaat sei von der großen Mehrheit der Bevölkerung als Verletzung des Grundsatzes "Leben und leben lassen" gesehen worden. Er betonte: "Dort, wo die Menschen ihre Freizeit verbringen, in einem Bierzelt oder in einer Gastwirtschaft, müssen wir uns eine neue Regelung überlegen." Keine Änderungen soll es dagegen bei öffentlichen Gebäuden sowie bei Zügen geben. Die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nannte die Ankündigung Seehofers ein "gutes Zeichen".
Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, appellierte dagegen an Seehofer, auf eine Lockerung des Rauchverbots zu verzichten. Ein "negatives Signal" beim Nichtraucherschutz müsse vermieden werden. Bätzing verwies darauf, dass jedes Jahr rund 3300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens sterben. Es gebe deshalb "eine Verpflichtung zu handeln". Die Drogenbeauftragte Bätzing fügte hinzu: "Wir wollen ja niemandem das Rauchen verbieten oder ihn 'nicht mehr leben lassen', sondern es geht darum, den Gesundheitsschutz voranzutreiben." Auch beim Deutschen Krebsforschungszentrum stieß Seehofers Vorstoß auf Kritik. Die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention, Martina Pötschke-Langer, äußerte die Befürchtung, dass sich nun alle Bundesländer für Ausnahmen vom Rauchverbot entscheiden werden. Der Vorsitzende der Nichtraucher-Initiative München, Ernst-Günther Krause, sagte, der designierte CSU-Vorsitzende handle vielmehr nach dem Grundsatz "Sterben und sterben lassen".

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 10.10.2008

Indien will Rauchverbot nun durchsetzen

Die indische Regierung unternimmt trotz ungewisser Erfolgsaussichten einen neuen Anlauf, um das Rauchen aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Zum Oktoberbeginn trat ein neues Gesetz in Kraft, das es den 120 Millionen Rauchern des Landes untersagt, ihrem Laster in Restaurants, Hotels, Sportstadien aber auch in Parks sowie an Bushaltestellen nachzugehen.
Zwar gelten in Indien bereits seit Jahren Rauchverbote in Behördenoder öffentlichen Verkehrsmitteln. Verstöße wurden bisher allerdings nicht oder nur selten geahndet. Das neue Anti-Raucher-Gesetz solle konsequent umgesetzt werden, kündigte Indiens Gesundheitsminister Ambumani Ramadoss an. So könne anders als in der Vergangenheit die Polizei von den Rauchern ein Strafgeld in Höhe von 200 Rupien (etwa drei Euro) verlangen, sollten sie gegen das Verbot verstoßen.
Kritiker bezweifeln jedoch, dass diese auch für indische Verhältnisse relativ geringe Summe abschreckende Wirkung hat.
Zudem sei das Verbot vor allem in den ländlichen Regionen, wo die Mehrheit der eine Milliarde Inder lebt, nur schwer durchzusetzen. Auf dem Land rauchen vor allem Männer die traditionellen "Bidis", aus Tabakstaub gedrehte Minizigarren.
Landesweit sterben in Indien pro Jahr schätzungsweise 900.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Nach Regierungsangaben betragen die Kosten für die medizinische Behandlung von Rauchern insgesamt umgerechnet etwa sechs Milliarden Euro.

Quelle: Salzburger Nachrichten, 08.10.2008

Stichprobe in Vorarlberg: Jeder 20. Autofahrer alkoholisiert unterwegs ...

Ernüchternd fiel die Bilanz einer Schwerpunktaktion in der Nacht zum Sonntag für die Polizei im Raum Feldkirch aus: Bei 300 kontrollierten Fahrzeugen mussten 15 alkoholisierte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen werden. Statistisch war das jeder Zwanzigste. Der höchste Alkoholisierungsgrad lag bei 1,82 Promille.

Quelle: Der Standard,13.10.2008

"Spice", eine neue Bio-Drogenmischung, geht durch die Medien ...

Seit einige Medien in gewohnt plakativer Weise, das Thema aufgegriffen haben, stößt, "Spice", eine zum Räuchern konzipierte Kräutermischung mit psychoaktiver Wirkung, auf zunehmendes Interesse. Vor allem Cannabis-Konsument/innen reagieren neugierig auf das derzeit legale Angebot, sodass Headshops Versorgungsengpässe melden. Wissenschaftlich liegen noch keine Aussagen über etwaige ungünstige Neben- oder Langzeitwirkungen vor.

Quelle: taz, 21.10.2008

Schweiz: Weniger Konsum und weniger Anzeigen

Die Schweizer Jugendlichen sind laut der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) keine Rauschtrinker und Vielraucher. Zu diesem Schluss komme eine international durchgeführte Schülerbefragung von 2002 bis 2006 des Europa-Büros der Weltgesundheitsorganisation und der Universität Edinburg. Aus der Studie geht hervor, dass der regelmäßige Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer 11- bis 15-Jährigen tiefer als im Durchschnitt der Länder in Europa und Nordamerika ist.
Beim Kiffen liegen die Schweizer Teenager aber noch in den vorderen Rängen. So haben laut SFA 31 Prozent der hiesigen Schüler schon einmal gekifft. In allen anderen Ländern taten dies im Schnitt nur 18 Prozent.
Die Zahl Anzeigen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) ist im Jahr 2007 erneut zurückgegangen. Gemäß den am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BfS) veröffentlichten Zahlen gingen die Anzeigen 2007 um 5 Prozent zurück, womit sich der Trend aus jüngerer Zeit fortsetzt. Gemäß langfristigen Trends war es nämlich in den Jahren 1990 bis 1993 zu einem starken Anstieg der Verzeigungen gekommen, was laut BfS allerdings zumindest teilweise mit einer härteren Vorgehensweise der Polizei in Zusammenhang steht. Ab 1994 dann flachte die Zahl der Anzeigen deutlich ab und ist seit 2004 rückläufig.

Folgende Trends fallen ins Auge:

  • Erstens wird zahlenmäßig weiterhin vor allem der Konsum von Drogen geahndet und weniger der Handel.
  • Betrachtet man nur die Anzeigen wegen Konsums, so fällt zweitens auf, dass der Konsum von Cannabisprodukten weitaus am stärksten ins Gewicht fällt. Anteilmäßig machen Verzeigungen allein wegen des Konsums von Cannabisprodukten sogar mehr als die Hälfte aller Anzeigen.
  • Drittens weisen die Zahlen denn auch darauf hin, dass der Rückgang der Anzeigen insgesamt im vergangenen Jahr vor allem auf die abnehmende Zahl von Anzeigen gegen Hanfkonsumenten unter 25 Jahren zurückzuführen ist. Das Konsumverhalten ändere sich in dieser Altersgruppe, schreibt das Statistikamt und beruft sich auch auf Umfragedaten, die auf einen Rückgang des Hanfkonsums bei Jugendlichen schließen lassen.
  • Viertens schließlich lassen die Delinquenz-Zahlen auch vorsichtige Rückschlüsse auf Trends im Drogenmarkt insgesamt zu. Während die Zahl der Anzeigen im Zusammenhang mit Cannabis seit 2004 rückläufig ist, gehen Verzeigungen wegen Konsums von und Handels mit Heroin schon seit 1993 zurück. Parallel dazu steigt hier das mittlere Alter der verzeigten Personen - Heroinabhängige werden also immer älter, und junge Neueinsteiger kommen offenbar seltener dazu.
  • In Mode bleibt aber das Kokain. So kam es 2007 zu einem Anstieg der Anzeigen wegen Kokainkonsums, während aber die Anzeigen wegenHandels mit dieser Substanz rückläufig bleiben. Gemäß BfS ist diese gegenläufige Entwicklung mit einer Verlagerung des Handels von der Strasse in Privatwohnungen oder Räumlichkeiten im Rotlichtmilieu zu erklären.


Die Statistiken finden sich auf www.bfs.admin.ch.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2008 und 26.09.2008

Cannabis-Kontrolle von Autofahrern ab 2010 geplant

Er ist jung, männlich und liebt das Risiko: Das ist der Steckbrief des typischen Cannabiskonsumenten. Dazu gehört, dass er gerne in bekifftem Zustand Auto fährt: "Wir haben ein wachsendes Risiko durch junge Fahrer, die einen Joint geraucht haben und am Steuer zu einer großen Gefahr werden", warnt EU-Justizkommissar Jacques Barrot. Denn eines steht fest: Es schränkt die Reaktionsfähigkeit ein. Darauf reagiert nun die EU. Schon in zwei Jahren sollen Europas Polizisten die Autofahrer nicht nur auf Alkohol, sondern auch auf Cannabis-Konsum kontrollieren.

Der Drogenbericht 2007 zeigt auf: Rund 70 Mio. oder 14 Prozent der EU-Bürger haben schon einmal Cannabis geraucht. Bei 13 Millionen ist es weniger als 30 Tage her. Während diese Zahlen stagnieren, nehmen Verkehrsdelikte unter Drogen massiv zu. Das liegt auch daran, dass in den letzten Jahren immer mehr EU-Staaten, auch Österreich, Drogentests für Autofahrer zugelassen haben. Doch die Umsetzung stößt noch auf technische Grenzen. Denn so einfach wie Alkohol ist Cannabis nicht nachzuweisen. Eine Speichel- oder Schweißprobe kann den Verdacht erhärten, der schließlich durch ein ärztliches Gutachten mit Blutabnahme zu bestätigen ist. Doch die Messgeräte sind zu ungenau. Zu diesem Ergebnis kam das "Rosita"-Projekt, an dem sechs EU-Länder und die USA teilnahmen, vor acht Jahren. In Österreich testete das Innenministerium unabhängig davon, kam aber zu einem ähnlichen Fazit: "Die Treffergenauigkeit war meistens weit unter der unserer Alko-Tester", erinnert sich Verkehrsrechtsexperte Gerhard Zotter.

Die Folge: Die meisten Staaten legten ihre Kontrollpläne auf Eis, schärften ihren Polizisten die typischen Merkmale eines Kiffers ein und warteten im Übrigen auf zuverlässigere Prüfgeräte. Die soll es nach dem Willen der Kommission nun bald geben. Bis dahin sollen auch die gesetzlichen Voraussetzungen vereinheitlicht werden. Auf einen großzügigen Grenzwert wie die 0,5 Promille beim Alkohol dürfen Hanffreunde freilich nicht hoffen. Die Experten sind sich einig, dass nur eine Nulltoleranz für Drogen am Steuer möglich ist. Schon aus praktischen Gründen: Zu unterschiedlich sind die nachzuweisenden Stoffe - und zu populär der Mix mit Highmachern und Alkoholika, die die Wirkung von Cannabis verstärken können.

Quelle: Die Presse, 24.09.2008

Pariser Lottogesellschaft "Francaise des Jeux" wirbt bei Jugendlichen mit Slogans über Glauben, Glück und Gnade

Christophe Blanchard-Dignac setzt auf Frankreichs Jugend. Der Chef der staatlichen Lottogesellschaft Francaise des Jeux will drei Millionen neue Lottospieler gewinnen, vor allem Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahren. Für sie hat er das 1976 eingeführte Zahlenspiel mit Kästchen und Kreuzchen einer Verjüngungskur unterzogen.
Vom 6. Oktober an soll es wöchentlich drei statt zwei Ziehungen geben. Der Lottoschein wird übersichtlicher, der Gewinn größer, der Mindesteinsatz teurer, die Zahl der Kreuzchen geringer. Außerdem gehört zur neuen Formel ein mit mindestens zwei Millionen Euro gefüllter Jackpot. Die Neuerungen sollen 20 Prozent mehr Umsatz bringen.
So wäre aus der Sicht des Lotterieunternehmens alles bestens, gäbe es da nicht diese ewigen Bedenkenträger, die Intellektuellen. Man ahnt schon: Anstatt sich zu freuen, dass der Jugend in wirtschaftlich schwerer Zeit Zerstreuung geboten wird, werden sie vor den Gefahren der Spielsucht warnen und beklagen, dass der Staat dem Laster die Hand reiche. Aber Blanchard-Dignac ist den Spielverderbern zuvorgekommen. Er hat Intellektuelle angeworben, die sich öffentlich fürs Lotto einsetzen. In Essays, die als Werbung gekennzeichnet sind, preisen sie über ganze Zeitungsseiten hinweg den Segen des Glücksspiels.
Da rückt der weltbekannte Vertreter der gegenüber der Linken skeptisch eingestellten "Nouvelle Philosophie", Pascal Bruckner, das Ausfüllen des Lottoscheins in die Nähe religiöser Erfahrung. Der Spieler, dessen Chance auf den Hauptgewinn bei eins zu vielen Millionen liege, wie auch der Gottesfürchtige glaubten letztlich an etwas Absurdes, schreibt Bruckner und schließt: "Während aber Gott noch nie gesehen wurde, gibt es Lottogewinner durchaus." Das Lotto sei die weltliche Version göttlicher Gnade. Der Soziologe Gerard Mermet findet, dass die Franzosen die Möglichkeit haben sollten, durch einen Lottogewinn "Leben, Status, Milieu und Identität zu verändern". Der Künstler und Philosoph Herve Fischer rühmt die staatliche Lotterie als Bastion gegen das organisierte Verbrechen, das am Glücksspiel unlauter verdienen wolle. Man darf gespannt sein, wie die (jugendliche) Bevölkerung diese Botschaften aufnimmt.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2008

Istanbuler wehren sich gegen schleichendes Alkoholverbot

Die konservativ-islamische Stadtregierung von Istanbul verpachtet ihre Restaurants nur noch an eine Gesellschaft, die keinen Alkohol ausschenkt. Dagegen regt sich Protest.
Vor der Küste des modernen Stadtquartiers Moda auf der kleinasiatischen Seite von Istanbul ragt wie ein weißer Strich eine schmale Mole ins tintenblaue Meer. An ihrem Ende befindet sich in einem historischen Gebäude ein hübsches Restaurant. Seit zwei Monaten versammelt sich jeden Freitagabend eine Menge von rund 200 Personen auf dem Steg, um gegen ein Alkoholverbot in dem Restaurant zu demonstrieren. Studenten sitzen in Grüppchen mit Plastikbechern um eine Flasche Wein, Rentnerinnen schimpfen auf die verordnete Abstinenz, dazu intonieren ein paar politische Aktivisten Parolen wie: "Die Türkei ist laizistisch und wird laizistisch bleiben", und "Die Mole gehört uns".
Das Lokal war einmal der abendliche Treffpunkt im Viertel, doch seitdem es die Stadtverwaltung der Firma Beltur verpachtet hat, die der strengen muslimischen Sittenlehre folgt und keinen Alkohol ausschenkt, fühlen sich die Bewohner zu islamischer Lebensweise gedrängt. Der Verdacht kommt nicht von ungefähr. In den letzten Jahren hat die Stadtbehörde, der zahlreiche Lokale in historischen Gebäuden gehören, immer wieder Pachtverträge mit Beltur abgeschlossen. Die Aktiengesellschaft ist mehrheitlich im Besitz der Stadtverwaltung; diese wiederum wird seit Anfang der neunziger Jahre von konservativ-islamischen Parteien, wie heute von der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), regiert. Es herrscht zwar kein regelrechtes Verbot des Alkoholkonsums, aber vor allem dort, wo wenig Touristen hinkommen, wird dieser zurückgedrängt.
Der regelmäßige Protest der Anwohner ist auch schon bis zu Ministerpräsident Tayyip Erdogan von der AKP gedrungen. Dieser beschimpfte die Demonstranten kürzlich als "Leute, die das Leben aus dem Inneren einer Flasche betrachten".

Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2008

Philip Morris für strengere Gesetze, Werbeverbote und höhere Steuern

Der Zigarettenhersteller Philip Morris (Marlboro) spricht sich erstmals offiziell für härtere Gesetze gegen das Rauchen in Deutschland aus. "Die Freiheiten, die unsere Branche in den vergangenen 30 Jahren hatte, wird es so in Zukunft nicht mehr geben" , sagt Jacek Olczak, Deutschlandchef von Philip Morris. Der Manager nannte als Beispiele die Werbung oder Verkaufsfreiheit. Er plädierte für Einschränkungen. "Es ist doch nicht logisch, dass etwa die großen Reklametafeln nach wie vor erlaubt sind. Wir würden uns gegen weitere Beschränkungen nicht wehren", sagte der Pole Olczak. Die Tabakindustrie verharmlose immer noch die Folgen und Schäden des Rauchens. Tabakwerbung ist heute noch auf Reklametafeln, im Kino und im Ladengeschäft erlaubt.
Auch will er sich für eine höhere Tabaksteuer auf so genannte Feinschnittzigaretten einsetzen. "Warum subventioniert der Staat solche Produkte? Wir fordern eine faire Besteuerung aller Tabakprodukte", sagte Olczak. Der Feinschnitttabak, aus dem Raucher sich Zigaretten selbst drehen, wird in Deutschland mit etwa 1,20 Euro und damit um zwei Drittel niedriger besteuert als Fabrikzigaretten. Philip Morris (Marlboro, L & M) bietet dieses Produkt ebenso an wie die Konkurrenten British American Tobacco (BAT) oder Reemtsma.
"Der Staat will den Zigarettenverbrauch verringern. Mit dieser Maxime müssen wir leben", so Olczak. Der US-Konzern Philip Morris verfolge eine andere Geschäftspolitik als der Rest der Branche. "Wir brauchen Verlässlichkeit von der Politik. Deswegen sind wir auch für eine klare Regulierung". Philip Morris ist mit einem Marktanteil von 37 Prozent mit Abstand Marktführer in Deutschland. Konkurrenten werfen dem US-Konzern vor, dass er diese Politik nur verfolge, um die eigene Marktstellung zu festigen. "Der permanente Ruf nach weiteren Restriktionen zeigt nur die Angst vor Wettbewerb aufgrund seit Jahren anhaltender Marktanteilsverluste", sagte Ad Schenk, Deutschlandchef von BAT. Der Ton in der Branche ist rau geworden. "Ich meine, die Politik weiß inzwischen auch sehr genau, was den Marktführer treibt. Es geht ihm nur um den Erhalt seiner Marktanteile", fügte Schenk hinzu.
Über diesen Streit war es zuletzt zum Bruch im Zigarettenverband und zur Auflösung der Lobby-Vertretung gekommen. Seither organisiert sich die Branche in einem neuen Verband, Philip Morris wiederum hat die " Interessengemeinschaft Tabak" gegründet. " Unsere Interessen passten einfach nicht mehr zusammen" , sagte Olczak. Eine neue Tabaksteuererhöhung erwartet der Manager erst nach der Bundestagswahl. "Damit rechne ich frühestens ab 2010", sagte er. Der Zigarettenabsatz wird nach Einschätzung von Philip Morris in diesem Jahr um vier bis fünf Prozent sinken. Grund dafür seien auch die Rauchverbote in der Gastronomie.

Quelle: Die Welt, 04.10.2008

Sucht 2.0

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Computer und Internet sind also sowohl in unserem als auch in Ihrem Alltag präsent, meist auf eine unspektakuläre Weise. Aber wie alle technischen Neuerungen und gesellschaftlichen Veränderungen stellen sich auch rund um die "Neuen Medien" Fragen, und es kann zu Problemen kommen.

Vor allem Eltern sind verunsichert, ob und wie ihre Kinder mit den zahlreichen Angeboten der digitalen Welten umgehen können, ohne den Blick für das wirkliche Leben zu verlieren. Ein aktueller Befund zur Situation lässt einerseits wahrscheinlich erscheinen, dass Computer und Internet für die ganz überwiegende Zahl der Jugendlichen keine Gefahr, sondern eine sinnvolle Erweiterung ihrer Lebensperspektiven darstellt. Aber so wie fast jedes Heil- oder Genussmittel missbräuchlich verwendet zu einer Abhängigkeit führen kann, gibt es eine nicht geringe Zahl von Fällen, in denen sich das Leben mit dem Computer zum Problem auswächst.

A wie Abhängigkeit

"Computersucht", "Internetabhängigkeit", "Computerspielsucht", … - schon die Vielzahl an Begriffen zeigt, dass die Forschung in diesem Bereich noch nicht sehr weit gediehen ist. Festhalten lässt sich aus heutiger Sicht:

  • Das Phänomen existiert, ist aber noch nicht psychiatrisch klassifiziert.
  • Eine Einordnung ähnlich anderen Verhaltenssüchten (Glücksspiel-, Kauf-, Arbeits-, Sexsucht, etc.) scheint naheliegend, "klassische" [Suchtkriterien] sind anwendbar.
  • Formen: Spielen, Sex, kommunizieren, kaufen, Glücksspiel, "Infojunkies", "Sammler", "Computerbastler", …
  • Nicht "der Computer", "das Internet", "das Computerspiel" sind das Problem, sondern der Umgang damit. Wie bei anderen Verhaltensweisen müssen verschiedene Faktoren zusammenkommen ( [Risikofaktoren]), bevor sich ein dauerhaft missbräuchliches oder problematisches Verhalten verfestigen kann.
  • Zur Anzahl der Betroffenen liegen keine klaren Aussagen vor, ein Blick durch die ersten Studien zeigt, dass zwischen 3% und 10% der Computer-/Internetuser betroffen sein könnten.

G wie Gewalt

Ein häufig diskutiertes Thema sind "Gewalt-/Killerspiele", v.a. die Frage, ob die [Ego-Shooter] Auslöser für reales Gewaltverhalten sind.

  • Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen wird regelmäßig mit Meldungen zu einem derartigen Zusammenhang zitiert, es spricht von einer "Zunahme des Gewaltverhaltens", "dramatischen Einbußen an Emphatie", etc.
  • Sämtliche andere ExpertInnen sehen keinen direkten linearen Zusammenhang zwischen "Gewaltspielen" und realer Gewaltausübung; sie weisen darauf hin, dass Jugendliche meist gut zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Zusammenhänge gibt es für die kleine Gruppe derer, die in der realen Welt schon Gewalt als Teil ihrer "Kultur" erleben. Die Ursachen für Gewaltakzeptanz liegen meist woanders: "Gewaltsame und gleichgültige Erziehungsmethoden führen zur Befürwortung und unter Umständen zur Anwendung von Gewalt." (Uni Bielefeld 2008)
  • Die Diskussion weist nicht zu übersehende Parallelen zu ihrer Vorgängerin über "Gewalt im Fernsehen" (Horrorfilme, …) auf.

J wie Jugendliche

Hängen Jugendliche nur mehr vor dem Computer? Ein paar Zahlen und Fakten:

  • Studien zum Freizeitverhalten Jugendlicher zeigen, dass "mit Freunden etwas unternehmen" (84%), "Musik hören" (75%) nach wie vor deutlich vor "Computer spielen" (43%) liegen (OÖ, 2006). Gespielt wird häufig im Freundeskreis.
  • "Müssten sich Jugendliche für ein Medium entscheiden, würden 26 Prozent den Computer und jeweils 19 Prozent Fernseher und Internet wählen. Obwohl der Fernseher noch immer das am meisten genutzte Medium ist, wird er in der persönlichen Wichtigkeit der Jugendlichen erstmals durch den Computer vom Spitzenplatz verdrängt. … Fast alle Jugendlichen haben zu Hause Zugang zu Computer (98%) oder Internet (92%). … entfallen nach Einschätzung der Jugendlichen 60 Prozent ihrer Nutzungszeit auf den Bereich Kommunikation, 23 Prozent auf die Informationssuche und 17 Prozent wird für Online-Spiele verwendet." (JIM-Studie, BRD, 2006)
  • "… sind die Kinder mit hohem Fernsehkonsum durchschnittlich nicht weniger aktiv als diejenigen, die wenig fernsehen oder am Computer spielen." (Loughborough University, Leicestershire, UK, 2007)
  • Aus der Jugendforschung wissen wir, dass Jugendliche sehr gut darin sind, die neuen technischen Möglichkeiten schnell und unkompliziert in ihren Alltag zu integrieren; neue Kommunikationsmöglichkeiten werden zur Stärkung und Erweiterung der realen sozialen Netze genutzt (Großegger/Heinzlmaier 2007).
  • "Verstärkte Internetnutzung geht bei den meisten Jugendlichen nicht - wie oft befürchtet wird - mit sozialer Isolation einher, sondern ist eher Ausdruck besonders guter sozialer Integration." (Döring 2008)
  • Ein Teil der Sorge in der Erwachsenenwelt lässt sich vermutlich auch darauf zurück führen, dass im Schnitt eine Generationen-Kluft hinsichtlich der Kompetenz in der Nutzung "Neuer Medien" vorliegt, die für Unsicherheit und Angst auf Seiten der älteren Generationen sorgt.

K wie Kompetenzen

Computerspiele und Internetnutzung bieten neben Gefahren auch die Chance zum Ausbau bestehender und zum Erwerb neuer Kompetenzen. Einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • "Chirurgen mit einem Hang zu Videospielen operieren besser", weil dabei Feinmotorik und Hand-Auge-Koordination trainiert werden. (Iowa State University, in: Archives of Surgery, 2007: 142, 181-186)
  • Die Organisation von [LAN-Parties] bedeutet einen nicht unbeträchtlichen Vorbereitungsaufwand; Projektmanagement und Organisationskompetenz werden dabei en passant mittrainiert.
  • Computerspiele können - je nach Art des Spiels - neben Medienkompetenz auch räumliches Vorstellungsvermögen, kognitive Fähigkeiten (Problemanalyse/ lösung) oder persönlichkeitsbezogene Kompetenzen (Umgang mit Stress, emotionale Selbstkontrolle) fördern. (Gebel/Gurt/Wagner)
  • Die Beschäftigung mit Computern ermöglicht das Erlernen der heute (auch aber nicht nur) im Berufsleben nötigen computer /internetspezifischen Kompetenzen. (Döring 2008)
  • Die einfachen Kommunikationsmöglichkeiten helfen nicht nur bei der Pflege bestehender Beziehungen (Familie, Freundeskreis, …), sondern auch beim Aufbau neuer Sozialkontakte.
  • Die neuen Anwendungen des [Web 2.0] ermöglichen gerade für Jugendliche neue Formen der Partizipation, der Vernetzung und des kreativen Experimentierens.

P wie Prävention

Für die generelle Vorbeugung wie für den Umgang mit möglicherweise problematischem Verhalten rund um Computer/Internet lassen sich die gleichen Hinweise geben wie bei anderen Verhaltensweisen:

  • Die Förderung sozialer und personaler Kompetenzen stärkt den wichtigsten Schutzfaktor gegen die Entwicklung problematischer Verhaltensweisen; wer mit sich, seinem Leben und seinem Umfeld zurecht kommt, ist weniger gefährdet, Substanzen oder Verhaltensweisen zur "Problemlösung" zu verwenden.
  • Ein soziales Netz, starke Bindungen helfen gerade in schwierigen Lebenslagen.
  • Die frühzeitige und kontinuierliche Förderung von Interessen, Fähigkeiten und Hobbies kann einer späteren Einengung des Horizonts entgegen wirken.
  • Bedenklich ist Computernutzung/-spielen nicht ab einer gewissen Zeitdauer, sondern wenn der Bezug zur realen Welt verloren geht, soziale oder schulische/berufliche Pflichten vernachlässigt werden, sich die Schlaf- oder Ernährungsgewohnheiten dauerhaft ändern und wenn "der Blechtrottel" die einzige Stressverarbeitungsstrategie geworden ist.
  • Für Eltern gelten in Hinblick auf die Computernutzung ihrer jüngeren Kinder die gleichen Tipps wie z.B. beim Fernsehen: Interesse zeigen (dabei sein, sich Spiele erklären lassen, …); Absprachen treffen (wann, wo, wie lange, wofür wird der Computer genutzt?), Vorbild sein (Wie gehe ich selbst mit meinem Stress, meinem Ärger, meiner Langeweile um? Wie benutze ich den Fernseher, das Handy, wie konsumiere ich Alkohol, …?), Alternativen bieten.
  • Exzessives Computerspielen ist nicht Ursache für Probleme, sondern kann ein Symptom für Probleme sein! (BUPP 2007)

Lexikon

[Suchtkriterien]

  • "Zwang", unüberwindliches Verlangen
  • Kontrollverlust (wie oft, wie lange)
  • Entzugserscheinungen (Nervosität, Unruhe, Gereiztheit)
  • Toleranzentwicklung (immer mehr)
  • Fortsetzung trotz Nachteilen/Schäden (Beziehungen, Schule/Beruf, …)

[Risikofaktoren]

  • Mangel an persönlichen/sozialen Kompetenzen
  • Ungünstige soziale/ökonomische Rahmenbedingungen
  • Psychische Belastungen (Traumatisierung, Missbrauch, Entwicklungsstörung)

[Ego-Shooter]

Computerspiel, bei dem "die Darstellung einer frei begehbaren, dreidimensionalen Spielwelt durch die Augen eines menschlichen (oder humanoiden) Spielercharakters, also in Egoperspektive erfolgt und der Spielverlauf schwerpunktmäßig geprägt ist durch den Kampf mit verschiedenen Schusswaffen gegen eine Vielzahl von unterschiedlichen Gegnern bzw. Monstern." (Wikipedia)

[LAN-Parties]

"Eine LAN-Party ist ein Zusammenschluss von privaten Computern, welche durch ein […] Netzwerk (Local Area Network, LAN) verbunden werden. Dabei messen sich die Teilnehmer in Spielen, bei denen Taktik, Strategie und Geschick gefordert werden." (Wikipedia)

[Web 2.0]

"Web 2.0 steht für eine Reihe interaktiver und kollaborativer Elemente des Internets, speziell des WWW. […]Hauptaspekt: Benutzer erstellen und bearbeiten Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbst. […] Typische Beispiele hierfür sind Wikis, Blogs, Foto- und Videoportale […], soziale Online-Netzwerke[…], aber auch die schon länger bekannten Tauschbörsen sowie Politcommunitys." (Wikipedia)

Prost! Mein Baby! Alkohol in der Schwangerschaft

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist gar kein leichtes Thema. Soll man jetzt ganz darauf verzichten oder ist "ein Gläschen ab und zu" in Ordnung? Was, wenn der Alkoholkonsum wirklich ein fester Bestandteil des täglichen Lebens ist und sich nun ein Baby ankündigt? Wie spricht man Schwangere ohne "erhobenen Zeigefinger" auf ihren Alkoholkonsum an?

Alkohol erreicht den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes über die Nabelschnur und verbreitet sich rasch im ganzen Körper. Innerhalb weniger Minuten haben Mutter und Kind denselben Alkoholspiegel. Der Abbau des Alkohols beim Ungeborenen dauert aber erheblich länger als bei der Mutter. Denn die Leber, welche für den Alkoholabbau zuständig ist, ist beim ungeborenen Kind noch nicht vollständig entwickelt.

FAS = Fetales Alkoholsyndrom

Schädigungen, Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen des Kindes, welche durch übermäßigen Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft entstanden sind, werden heute als Fetales Alkoholsyndrom (kurz FAS) bezeichnet. Nach Angaben der WHO ist das FAS die häufigste nicht-genetische Schädigung des Kindes in den westlichen Industrieländern. Von unterschiedlichen Autoren wird eine Krankheitshäufigkeit von 1:300 Neugeborenen angeben. [1]

Typische Auffälligkeiten

von durch FAS geschädigte Kinder sind:

  • Minderwuchs und Untergewicht
  • körperliche Missbildungen, z.B. Nierenschäden und Herzfehler
  • sichtbare Auffälligkeiten, z.B. Verformungen im Gesichtsbereich, kleiner Kopfumfang
  • Verhaltensstörungen, z.B. geringer Saugreflex, Ruhelosigkeit, leichte Reizbarkeit
  • Defizite in der geistigen Entwicklung, z.B. Konzentrationsschwäche, Lernschwierigkeiten, verminderte Intelligenz

Wieviel darf "frau" trinken?

Vor allem die Menge des getrunkenen Alkohols, ab welcher Schäden für das Baby entstehen, ist unklar. Eine genaue Grenze, welche Menge Alkohol in der Schwangerschaft keinen Schaden für das ungeborene Kind hat, lässt sich nicht ziehen:

  • auch geringe Mengen Alkohol sind nicht ohne Risiko
  • Schädigungen treten nicht nur bei einem länger andauerndem Alkoholkonsum auf. Bereits einzelne Gelegenheiten mit einem höheren Konsum bergen ein Risiko.

Die sicherste Methode dagegen wäre: Kein Alkohol während der Schwangerschaft!

Falls Sie sich als werdende Mutter doch entscheiden, Alkohol zu trinken, sollten Sie folgende Empfehlungen beachten:

  • nicht jeden Tag Alkohol trinken
  • nicht mehr als ein Standardglas [2] an einem Tag trinken
  • Alkoholexzesse auf jeden Fall vermeiden

Fällt es Ihnen immer schwerer auf Alkohol zu verzichten, belasten Sie sich nicht mit Vorwürfen, sondern übernehmen Sie Verantwortung, um den Konsum wieder in den Griff zu bekommen. Zögern Sie nicht, eine Beratungsstelle aufzusuchen (Adresse siehe Info-Box).

Alkohol - nur ein Thema für die werdenden Mütter?

Alkohol, den die werdenden Väter zu sich nehmen, hat sicher keinen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass Alkohol nicht nur die Potenz stark in Mitleidenschaft ziehen kann, sondern auch die Qualität der Spermien. Außerdem beeinflusst das Verhalten des werdenden Valters häufig, wie die Partnerin mit Alkohol umgeht.

Unterstützen Sie Ihre Partnerin in der Schwangerschaft:

  • Fordern Sie sie nicht zum Trinken von Alkohol auf.
  • Probieren Sie gemeinsam einen für die Schwangerschaft sicheren Umgang mit Alkohol.
  • Überlegen Sie attraktive Alternativen zum Alkoholkonsum.

Prävention und Intervention

Wirkungsvolle Prävention setzt auf verschiedenen Ebenen an:

  • Information von werdenden Eltern durch Fachleute:
    Wie eine aktuelle Studie der Universität Bern zeigt, wird nur ein Drittel der Schwangeren auf den Alkoholkonsum angesprochen. [3] Gerade die Schwangerenvorsorge-Untersuchungen bieten dazu einen guten Rahmen, aber auch im Kontakt mit Hebammen und Mitarbeiter/innen in Beratungsstellen kann über das Thema "Alkohol in der Schwangerschaft" informiert werden. Gutes Informationsmaterial für Fachleute finden Sie in den unten stehenden Hinweisen.
  • Früherkennung durch den Arzt/die Ärztin:
    In diesem Fall sollte der Arzt/die Ärztin die schwangere Frau darauf ansprechen und sie zu einem Verzicht motivieren oder sie an eine Beratungsstelle (siehe Info-Box) verweisen.
  • Bevölkerung sensibilisieren:
    • Durch zentrale Botschaften soll die Bevölkerung auf dieses Thema aufmerksam gemacht werden:
    • Enttabuisierung des Themas Alkohols
    • Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann die Gesundheit und die Entwicklung des ungeborenen Kindes gefährden
    • Schwangere Frauen tragen die Verantwortung nicht alleine. Die Partner und Menschen im sozialen Umfeld können sie dabei unterstützen, keinen oder wenig Alkohol zu trinken

Weitere Informationen unter:

Broschüren:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de
Broschüre "Auf Dein Wohl mein Kind". Ein Ratgeber zum Thema Alkohol für werdende Eltern
Broschüre "Alkoholfrei durch die Schwangerschaft". Beratungsmanual für die Schwangerenvorsorge zum Thema Alkohol für Ärzte/-innen, Hebammen und Beratungsstellen

Schweizer Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: www.sfa-ispa.ch
Broschüre: "Schwangerschaft und Alkohol". Informationen für Mütter, Väter und Nahestehende

Internet:

http://www.fasworld.de/
http://www.faskinder.de/

Beratungsstellen

BIN - Beratung - Information - Nachsorge
bei Problemen mit Alkohol-, Medikamenten- oder Spielsucht
Schmiedtorgasse 5/I
6060 Hall (= Zentrale, Beratungsstellen in allen Bezirken)
Tel. 05223-53636

Fußnoten

  1. aus: Wild Monika: Strategien in der Suchtprävention: Eine Untersuchung von GynakologInnen bezüglich deren Interventionen bei Frauen zur Vermeidung von Genussmittelschäden beim Kind", Dissertation, Universität Wien, 2003
  2. Ein Standardglas = 1 Glas Bier (0,3 l), 1 Glas Wein (1/8 l ) oder 1 Schnaps (2 cl)
  3. aus SFA/ISPA: Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=114&IDarticle=1170&langue=D, 10. Juli 2008