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EURO ade – ABER: Österreich ist Bier-Europameister!

Besser kann ein Eröffnungsspiel nicht laufen. Zug um Zug setzte sich das österreichische Bier "Fan Lager" an die Spitze und verwies die Bier-Gegner auf die hinteren Plätze. 18 Länder nahmen an der Bier-Euro teil und lieferten sich ein Match um den Sieg.

Wie bei den OÖN-Weinshows wurden die Biere von Sommeliers und den angereisten Fans verkostet und nach einem 20-Punkte-System bewertet. Das Starterfeld bestand aus 18 europäischen Ländern. Einzig sechs Länder verpassten die Qualifikation zur Bier-Euro und konnten nicht teilnehmen.

Die Biere wurden in vier Gruppen eingeteilt und von allen Teilnehmern degustiert und benotet. Außer Konkurrenz starteten das Champion Bitter Wildbrett von Karl Schiffner und der Brauerei Hofstetten, der Freistädter Rotschopf, Schlägls Abtei-Bier und das helle, im Holzfass gereifte Samichlaus von der Brauerei Eggenberg. Diese Biere bildeten die korrespondierende Begleitung zum französischen Mehr-Gang-Menü und zeigten die Vielseitigkeit der Biere auf. Die Bier-Fans wählten folgende Biere auf die Plätze 1 bis 5. Die Kostnotizen stammen von den Sommeliers.

  1. Fan Lager (Österreich): strohgelbe Farbe, dichter und feinporiger Schaum, glanzfeine Trübung, geringe Bittere, prickelnd, perfektes Bier zum Fußball
  2. Sam Smith O.P.A (England): schöne dunkle Orangennoten, lang anhaltende Schaumkrone, schön gehopft mit leicht süßfruchtigen Anklängen, harmonisch
  3. O’Haras Pale Ale (Irland): glänzendes Bernstein, feinblumige Hopfennote, vollmundig, kräftige, trockene Bittere, langer Nachtrunk
  4. Leffe Blond (Belgien): malziger Vanillegeruch, schöne Schaumbildung, feiner obergäriger Geruch, angenehme Fruchtnoten
  5. Pietra (Frankreich): dunkles Gelb, kräftiger Farbtouch, dezente Fruchtnoten, Zitrusanklänge, extraktreich mit mittlerem Abgang

Nach 240 Minuten ertönte vom Schiedsrichter und dem ersten Biersommelierweltmeister Karl Schiffner der Schlusspfiff. Während die Experten einen knappen Punktesieg des isländischen Bieres Einstök Pale Ale vermerkten, zeigten sich die restlichen Fans patriotisch und wählten die Mannschaft Fan Lager (eine Kooperation der Stiftsbrauerei Schlägl, der Brauerei Hofstetten, der Braucommune Freistadt sowie dem Biergasthaus Schiffner) auf den ersten Platz.

Die Biershow unterscheidet sich von den OÖN-Weinshows unwesentlich. Die Getränke werden ebenso nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck beurteilt und in einem 20-Punkte-System bewertet. Einzig die Gewichtung erfolgt bei der Biershow abweichend: Für alle vier Kriterien können maximal je fünf Punkte vergeben werden. Verkostet wurde offen. Bier- und Weinsommeliers gaben eine eigene Bewertung ab, die dennoch ins Gesamtergebnis floss. Sieger wurde das Bier mit den meisten Punkten.

Quelle: nachrichten.at, 4.6.2016

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Afrika: Gratiszigaretten für Schulkinder

Die Tabakindustrie setzt perfide Methoden ein, um die letzte Nichtraucherecke der Welt zu erobern: Afrika. "Werde Dein eigener Chef", versprach British American Tobacco in Kenia. "Think and win", lautete eine Aktion des Konzerns in Uganda. Hinter den Slogans verbargen sich billige Gewinnspiele. Die Teilnehmer mussten Zigaretten der Firma kaufen, um an einer Lotterie teilzunehmen. Die Botschaften aber waren wohl gewählt. Sie nutzten den Hunger der Menschen aus, nach einem Leben jenseits der Felder und Farmen. Die Sehnsucht der Armen ist die Hoffnung der Branche, die ihre Profite im Westen rapide schwinden sieht.

Wer heute einen Kilometer in der Stadt eines Entwicklungslandes zurücklegt, wird 80 Mal häufiger von der Tabakindustrie umworben als in einer Industrienation. Er hat im Durchschnitt fünf Gelegenheiten, Zigaretten zu kaufen. Bei der Mehrheit der Händler kann er auch einzelne Zigaretten erstehen, eine Praxis, die in vielen anderen Ländern verboten ist, aus gutem Grund. "Kinder können sich keine ganze Packung leisten. Also sorgt die Industrie dafür, dass ihr Produkt einzeln verkauft wird", sagt Anna Gilmore. Die Public-Health-Expertin der Universität Bath hat die Daten mit erhoben und zieht das Fazit: "In den Industriestaaten sinken die Erlöse der Tabakkonzerne, damit hängt ihre Zukunft davon ab, junge Menschen in den ärmeren Ländern zu ködern.

Die Region südlich der Sahara war lange Zeit die letzte Nichtraucherzone der Welt. Mittlerweile habe die Tabakepidemie auch Afrika erreicht und befinde sich "in ihrem frühesten Stadium", so die Professorin. Genaue Daten zum Zigarettenkonsum sind rar. Doch Epidemiologen, die im vergangenen Jahr die verfügbare Fachliteratur durchsuchten, schätzen, dass in den Sub-Sahara-Staaten etwa 14 Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen rauchen. Noch sind das traumhaft niedrige Raucherquoten. Doch bedeuten sie auch, dass "die Industrie noch Millionen potenzielle Kunden gewinnen kann", sagt Gilmore.

Vielerorts in Afrika ist die Werbung derart unverhohlen, wie man sie im Westen nur noch aus Serien wie "Mad Men" kennt: Jedem fünften Schulkind in Sambia wurden schon einmal Gratis-Zigaretten angeboten. In Mauretanien besitzen 21 Prozent der Schüler Shirts, Stifte oder Schnick-Schnack mit Tabakwerbung. Fast 70 Prozent der Jugendlichen im Niger sehen regelmäßig Printreklame für Zigaretten, und an der Elfenbeinküste ist es fast unmöglich, Plakaten mit glücklichen, rauchenden Menschen zu entkommen. Und in Südafrika, Mauretanien und der Elfenbeinküste rauchen inzwischen mehr als zehn Prozent der 13-bis 15-Jährigen, warnt die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC.

Den Konzernen kommt zugute, dass der Nichtraucherschutz in vielen afrikanischen Ländern nicht gerade oben auf der Prioritätenliste steht. Grund dafür sind nicht nur mangelnde Kapazitäten einer Region, die mit verheerenden Infektionskrankheiten kämpft. Eine Ursache ist auch, dass der Kontinent als Tabakproduzent immer wichtiger wird. Während die Anbauflächen für die Nicotiana-Pflanzen in den USA und Europa zurückgehen, wuchsen sie in Afrika im vergangenen Jahrzehnt um 66 Prozent.

Damit sieht die Zukunft düster aus. Derzeit sind Männer in den armen Ländern Europas und im West-Pazifik Spitzenreiter im Tabakkonsum. Schon 2025 könnten afrikanische Männer sie eingeholt haben, prognostizierten Wissenschaftler vergangenes Jahr im Fachblatt Lancet. Krebs und andere mit dem Rauchen einhergehende Krankheiten dürften deutlich zunehmen. Das ist umso problematischer, da vor allem die ärmeren Staaten dafür nicht gerüstet sind. Derzeit haben nur 20 Prozent der Entwicklungsländer ausreichende Kapazitäten zur Bestrahlung von Krebspatienten, Zugang zur für Chemotherapien gibt es in 40 Prozent der Staaten, bilanziert die Internationale Krebsforschungsagentur. "Es wäre ironisch, wenn wir HIV besiegen, nur um zu sehen, das die Geretteten an den Übeln des Tabak sterben", warnte die WHO. Das war vor 15 Jahren. Seither ist ihr Szenario noch realistischer geworden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 19.6.2016

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Alkohol-Wegfahrsperren kommen ab 2017

Seit mehreren Jahren wird in Österreich über die Verwendung von Alko-Locks diskutiert – nächstes Jahr sollen sie Realität werden. Die notwendige Gesetzesnovelle soll noch vor dem Sommer in Begutachtung gehen. Jedes Jahr wird in Österreich rund 26.000 Personen wegen Alkohols am Steuer der Führerschein entzogen. Mehr als ein Viertel dieser Lenker fahren auch ohne Berechtigung weiter. An die 4.000 davon setzen sich laut Verkehrsminister wieder betrunken ans Steuer.

Alko-Lenker, denen eigentlich der Führerschein entzogen werden müsste, sollen weiterhin fahren dürfen – mit Alko-Locks. Die Teilnahme an dem Modell statt des normalen Entzugs der Lenkberechtigung ist freiwillig. Aber wenn man sich dafür entscheidet, ist es auch verpflichtend. Die Bewährungsphase dauert dann zumindest doppelt so lange wie die vorgesehene Führerscheinabnahme.

Neben der Senkung der Rückfallquote soll die Wegfahrsperre auch eine über die verkehrspolitische Maßnahme hinausgehende Wirkung haben. Menschen, die beruflich auf das Auto angewiesen sind, haben dadurch die Chance, ihren Arbeitsplatz nicht zu gefährden. Geplant ist, das Bewährungsmodell als wissenschaftlichen Versuch in das Führerscheingesetz zu integrieren.

Abschreckend könnten wiederum die Kosten wirken. Diese müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden. Für die Mentoringgespräche bzw. die Gerätemiete der Alkohol-Wegfahrsperre fallen laufende Kosten von rund 2.500 Euro pro Jahr an. Zudem werden für den Ein- bzw. Ausbau des Geräts etwa 300 Euro sowie für die zweifache Neuausstellung des Führerscheins rund 100 Euro fällig. Für die Dauer der Teilnahme am Bewährungssystem wird nämlich ein eigener Führerschein ausgestellt,

Der Einbau einer Alkohol-Wegfahrsperre sorgt dafür, dass der Motor eines Fahrzeugs erst nach der Messung des Atemalkoholgehalts des Fahrers gestartet werden kann. Dazu bläst dieser in ein mit der Fahrzeugelektronik verbundenes Messgerät. Nach Herstellerangaben werden solche Geräte bereits bei staatlichen Programmen etwa in Schweden, Finnland, Kanada und den USA verwendet und sind zum Teil auch in Fahrzeugflotten von Transportunternehmen eingebaut.

Internationale Studien belegen die Funktionalität der Wegfahrsperren. Laut einer Untersuchung der EU-Kommission ist die Wirksamkeit bei der Vermeidung von Alko-Schwarzfahrten und Wiederholungsdelikten um 75 Prozent höher als ein Entzug des Führerscheins. Pilotprojekte hat es auch in Österreich bereits gegeben, 2012 und 2013 nahmen rund 30 Lenker an einem Test des Kuratoriums für Verkehrssicherheit teil. Alle bisherigen Pilotprojekte seien äußerst zufriedenstellend verlaufen, hieß es aus dem Verkehrsministerium.

Quelle: derstandard.at, 12.6.2016

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E-Zigarette für medizinisches Cannabis?

Mit E-Zigaretten zerstäubtes Haschisch-Öl ist eine vielversprechende Alternative für die medizinische Inhalation von Cannabis. Das zeigt eine Studie des Universitätsspitals Lausanne CHUV. Allerdings sind die THC-Konzentrationen noch zu niedrig.

Cannabis kann bei einigen Leiden Linderung verschaffen, zum Beispiel bei Multipler Sklerose oder gegen einige Nebenwirkungen von Chemotherapien. Als Joint geraucht produziert es jedoch gesundheitsschädliche Nebenprodukte. Daher gibt es den Wirkstoff THC für Therapiezwecke auch als Pille, Tinktur und Spray, oder als Dampf aus einem Vaporisator, wobei weniger schädliche Substanzen entstehen als beim Rauchen.

In der Schweiz ist nur die orale Einnahme zu Therapiezwecken erlaubt. "Dabei gelangt jedoch nur ein Teil des Wirkstoffs ins Blut, da die Aufnahme über den Verdauungstrakt nicht so effizient ist", erklärte Studienautor Vincent Varlet vom CHUV. Durch Inhalation gelange er direkt ins Blut. Dadurch ließen sich geringere Dosierungen einsetzen und das Risiko für Missbrauch vermindern.

Die Vaporisatoren sind jedoch unhandlich. Die Forschenden um Varlet haben deshalb getestet, wie sich E-Zigaretten für den medizinischen Cannabis-Konsum eignen. Das "Therapeutische Cannavaping", wie sie die Methode bezeichnen, beruht auf dem Verdampfen und Inhalieren von Butan-Haschisch-Öl (BHO), einem mit Butangas gewonnenen Extrakt der Hanfpflanze.

Das Gemisch enthielt dabei höchstens zehn Prozent BHO, da es sich bei höheren Konzentrationen nicht mit der wässrigen Flüssigkeit mischt. Dadurch wird sehr wenig THC verdampft. 80 bis 100 Züge mit der so bestückten E-Zigarette entsprechen etwa einem Joint. Für die therapeutische Anwendung sei dies aus Sicht der Forscher perfekt und mache gleichzeitig das Cannavaping fürs Kiffen ohne medizinischen Hintergrund zu ineffizient und daher unattraktiv.

Für den Einsatz als therapeutische Verabreichungsmethode braucht es jedoch standardisiert vorgefertigte Kapseln mit dem BHO-Gemisch. Eine solche Mischung zu erzeugen ist nicht trivial. Ein weiterer Grund, warum die Forschenden Missbrauch des Cannavaping für unwahrscheinlich halten.

Quelle: futurezone.at, 26.5.2016

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Detox-Nights - Smoothies statt Alkohol

Die Tanzfläche ist voll und alle Partygäste sind nüchtern. Der Barkeeper mixt Reismilch-Säfte mit Brokkoli und Bananen. Bier sowie jeglicher Alkohol sind verboten. Nicht mal Cola steht auf der Getränkekarte. "Detox-Night" heißt der neue Party-Trend in Köln. Und eines ist sicher: Nach diesem Abend ist niemandem schlecht - es sei denn, er verträgt Gemüse nicht.

Detox steht für Entgiften. Seit Jahren gibt es gleichnamige Kuren, die eine Körperreinigung versprechen. Der passende Party-Trend dazu kommt angeblich aus den USA. In Berlin gibt es ähnliche Trends längst. "Morning Gloryville" nennen sich alkoholfreie Partys, die allerdings im Morgengrauen starten. Statt Kaffee gibt es Smoothies zum Wachwerden, statt des Joggens vor der Arbeit tanzt man sich in den Tag.

Quelle: kleinezeitung.at, 15.6.2016

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Formel 1 – Bierdeal erntet scharfe Kritik

Die Formel 1 bekommt Kritik wegen eines aktuellen Sponsordeals mit einem Bierhersteller. Nachdem Bernie Ecclestone vergangene Woche in Kanada den niederländischen Brauriesen Heineken als neuen Seriensponsor präsentiert hat, verlangt "Eurocare" im Namen von 40 Gesundheitsorganisationen das rasche Ende dieses Vertrages. Alkohol und Autofahren, das gehe nicht zusammen, heißt es.

Der Vertrag mit dem drittgrößten Brauereikonzern der Welt soll der Formel 1 in den kommenden Jahren zwischen 150 und 220 Millionen Dollar bringen. Nachdem seinerzeit das Tabakwerbeverbot in der EU die Motorsport-Königsklasse großflächig aus Europa vertrieben hatte, stehen nun auch Werbe-Verträge mit Produzenten alkoholischer Getränke im Fokus der europäischen Gesundheits-Organisationen.

Alkoholmarken würden zunehmend die Sponsorships in der Formel 1 dominieren, beklagt Eurocare in einer am Dienstag dieser Woche verfassten Aussendung. Damit würde ein populärer Motorsport mit etwas verlinkt, was körperlichen, mentalen und sozialen Schaden anrichte, heißt es. Alkohol sei einer der Hauptgründe für tödliche Verkehrsunfälle auf Straßen. Alkoholmarken nicht mit dem Autofahren in Verbindung zu bringen, sei in den EU-Regulationen und den Codes der Getränkeindustrie fest geschrieben. In Frankreich würde man dies bereits exekutieren.

Eurocare ist eine Vereinigung nicht staatlicher Gesundheits-Organisationen mit Sitz in Brüssel und 60 Mitgliedern in 25 europäischen Ländern.

Quelle: kurier.at, 15.6.2016

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Microsoft entwickelt Handelsplattform für Cannabis

Microsoft will zusammen mit dem Start-up Kind Financial eine auf seiner Cloud-Plattform Azure basierende Softwarelösung bereitstellen, über die US-Behörden den legalen Handel mit Cannabis kontrollieren können.

Da immer mehr US-Bundesstaaten den Handel mit geringfügigen Mengen von Marihuana legalisieren, steigen die Marktvolumina kontinuierlich. Schätzungen gehen davon aus, dass die auf legalem Weg erzielten Umsätze sich in diesem Jahr auf etwa 6,5 Milliarden Dollar aufsummieren werden. 2015 waren es noch 4,8 Milliarden Dollar. Sollte sich auch Kalifornien sowie vier weitere US-Staaten für die Legalisierung entscheiden, könnte der Umsatz in den nächsten vier Jahren auf 25 Milliarden Dollar anwachsen.

Nachdem der Markt – laut US-Bundesgesetzen ist der Handel von Marihuana nach wie vor illegal – von einem gewissen Ruch umweht ist, schrecken derzeit noch viele namhafte Unternehmen davor zurück, in dieses Milliardengeschäft einzusteigen. Dass nun Microsoft eine Cloud-Lösung anbietet, mit der sich vom „Samen bis zum Verkauf“ die gesamte Lieferkette verfolgen lässt, ist für die Branche ein wichtiges Signal.

Laut New York Times weigern sich größere Banken, Start-ups aus der Marihuana-Branche, Konten oder Kredite zu gewähren. Auch Kreditkartenfirmen weigern sich oft, für sie Zahlungen abzuwickeln. Daher müssen viele Händler derzeit ihre Verkäufe über Barzahlungen abwickeln. Dadurch hatten etwa Überfälle auf legale Verkaufsstellen sprunghaft zugenommen, weil Kriminellen bekannt war, dass dort – im Gegensatz zu den meisten anderen Geschäften, in denen der Großteil der Einnahmen über Kartenzahlungen abgewickelt wird – große Mengen Bargeld vorhanden sind.

Dennoch wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach der Trend zur Legalisierung von Marihuana für den gelegentlichen Gebrauch in den USA nicht mehr stoppen lassen, nachdem immer mehr Bundesstaaten ihre Gesetzgebung ändern. Und so richtet sich Microsofts Engagement schließlich nicht auf den Markt, sondern auf die behördliche Kontrolle dieses Marktes. Microsoft wird daher die Software des Start-ups Kind Financial vermarkten, das mit verschiedenen Ansätzen versucht, Lösungen für den regulierten Marihuana-Verkauf anzubieten.

Quelle: zdnet.de, 18.6.2016

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Wiener Drogen-Hotspots: seit 1.Juni 133 Festnahmen

15 Tage nach Inkrafttreten der Novelle des Suchtmittelgesetz (SMG), die Dealen im öffentlichen Raum unter Strafe stellt, hat die Wiener Polizei Bilanz gezogen. Seit 1. Juni wurden 133 Personen wegen Drogendelikten festgenommen, 99 von ihnen wurden in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert. Suchtmittel mit einem Straßenverkaufswert von rund 280.000 Euro wurden sichergestellt.

Derzeit sind täglich rund 100 Polizisten an den Hotspots – entlang der U-Bahn-Linie 6 und am Praterstern – unterwegs. Von 1. bis 15 Juni wurden an den Hotspots insgesamt 335 Personen festgenommen, knapp 40 Prozent wegen Drogendelikten. Wurde im Vorfeld noch mit rund 100 Einlieferungen in die Justizanstalt täglich gerechnet, waren es in zwei Wochen dann genau 99. "Das ist eine Einlieferungsquote von 75 Prozent, diese wollen wir beibehalten", sagte Oberstleutnant Dietmar Berger vom Landeskriminalamt Wien bei einem Pressegespräch. Das Anbieten von Drogen an den Hotspots sei "sehr stark zurückgegangen auf fast schon soziale Verhältnisse", konstatierte der Drogenkoordinator der Landespolizeidirektion, Wolfgang Preiszler. Wie nachhaltig die Aktion Scharf der Polizei ist, werde sich jedoch erst in Zukunft zeigen.

Verlagerungen der Szene wird nachgegangen. Auffallend sei, dass sich der Drogenhandel seit dem verstärkten Vorgehen der Polizei "in die späten Nachtstunden" verschoben habe. Wie lange die Aktion scharf noch dauert, könne nicht abgeschätzt werden. "Wir wissen nicht, wie die Richtersprüche ausfallen und wie die Täter darauf reagieren", sagte der Drogenkoordinator. Insgesamt erfolgten rund 180 Sicherstellungen nach dem SMG, darunter knapp 310 Gramm Heroin, 550 Gramm Kokain, 26 Kilogramm Marihuana und 12.400 Euro. Der Großteil des sichergestellten Marihuanas befand sich in einer einzigen Wohnung.

Quelle: derstandard.at, 15.6.2016

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