News

Weltbiermarkt: AB-Inbev schluckt um 93,9 Milliarden € SAB-Miller

Auch wenn das Folgende für uns Durchschnittsbürger/innen vielleicht nicht sehr von Belang ist, einmal zumindest mag es durchaus von Interesse einen Blick hinter die Kulissen des Big-Bier-Business zu werfen und sich die erstaunlichen Größenordnungen und Verflechtungen vor Augen zu führen.

Bis Jahresende wird der größte Brauereikonzern der Welt namens AB-Inbev den Branchenzweiten SAB-Miller aufsaugen. 79 Milliarden Pfund – 93,9 Milliarden Euro – lässt sich AB-Inbev die Übernahme kosten, die Börsen haben den Deal mit Wohlwollen aufgenommen. Den Biertrinkern steht künftig ein Konzern gegenüber, der rund 30 Prozent des weltweiten Biermarktes beherrscht – wobei bisher nur wenige seiner Marken (darunter Beck's, Löwenbräu, Hoegaarden, Leffe, Pilsner Urquell und Peroni) auch bei uns in den Regalen stehen. Weltweit geht es aber um insgesamt 600 Millionen Hektoliter Bier, mehr, als in ganz Europa im Jahr getrunken wird. Das waren im Vorjahr 527 Millionen Hektoliter, davon gerade einmal neun Millionen aus Österreich

Die neue Struktur von AB-Inbev (seinerseits ein Zusammenschluss des US-amerikanischen Branchenprimus Anheuser Busch mit der belgischen Interbrew und der brasilianischen Ambev) wird allerdings nicht alle Marken umfassen, die man bisher von den beiden Konzernen kannte. Die Kartellbehörden haben verlangt, dass in den USA die Marken Miller und Lite nicht unter demselben Dach bleiben dürfen wie das meistverkaufte Bier, Budweiser. Budweiser, eine um 17 Jahre ältere Marke als das uns geläufige Budweiser Budvar, ist nicht nur in Amerika, sondern auch in Asien erfolgreich. Daher haben die chinesischen Regulatoren die Auflage erteilt, dass sich SAB-Miller vor der Fusion von seiner Beteiligung an China Resources (mit der in China führenden Marke Snow) trennt. Die Kartellbehörden der EU haben schon vorher festgelegt, dass Peroni, Grolsch und Pilsner Urquell abgegeben werden müssen – hier meldeten sich Kaufinteressenten aus England und Japan. Von SAB-Miller bleibt in Europa damit wenig übrig – alle Macht wandert zu AB-Inbev in Belgien.

Quelle: Der Standard, 11.8.2016

Seitenanfang

USA: Studie benennt vier Betrunkenheits-Typen

Alkohol bringt manchmal neue Facetten bei Menschen hervor. Aber nicht jeder verändert sich dann gleich stark. Vier Typen von Betrunkenen fanden Forscher jetzt. Drei sind harmlos, einer macht Probleme.

Dass Alkohol das Wesen von Menschen beeinflusst, sie offener macht, risikofreudiger und leider auch etwas langsamer im Denken, das weiß man schon seit den späten 60er-Jahren. Eine neue Studie fügt dem nun eine interessante Facette hinzu. Nicht jeder verhalte sich gleich, wenn er zu viel trinke, schreiben die drei Autoren in einer Studie, die sie gerade im Fachjournal "Addiction Research & Theory" veröffentlicht haben. "Manche verändern sich dann weitaus dramatischer als andere."

Die US-Psychologen Rachel Pearl Winograd, Douglas Steinley und Kenneth Sher von der University of Missouri-Columbia rekrutierten 187 "drinking buddies": Studenten der Uni, die schon öfter zusammen etwas zu viel gebechert hatten – und daher wussten, was mit der Persönlichkeit ihres Freundes passierte, wenn er betrunken war. Beide wurden dazu befragt, wie sie sich dann selbst wahrnahmen und wie ihr Freund ihr Verhalten beurteilen würde.

Dann jagten sie alle Beschreibungen durch eine statistische Analyse, die alle Daten der Versuchsteilnehmer danach filterte, welche Verhaltensweisen oft zusammen auftraten. Vier unterschiedliche Profile von Betrunkenen entdeckten die Forscher – und gaben ihnen Namen berühmter Charaktere, die das jeweilige Profil symbolisieren.

Der erste Typ und mit 40 Prozent der häufigste ist "Hemingway". Ganz wie der große Ernest kann er trinken und trotzdem er selbst bleiben. Dieser Typ wird durchaus betrunken, verändert aber seine Persönlichkeit nicht sonderlich stark.

Der zweite Typ ist mit 14,5 Prozent "Mary Poppins". Dieser Typ ist schon nüchtern immer freundlich und wird im betrunkenen Zustand noch reizender – und offener. Das sind jene, die am Ende der Party alle umarmen und ihnen sagen, wie gern sie sie haben.

Der dritte Typ, der 22,5 Prozent ausmacht, nennt sich "verrückter Professor". Er ist im Alltag schüchtern und introvertiert, wird aber zum wilden Partylöwen und Showtänzer, sobald er trinkt.

Den vierten Typ, auf den rund 20 Prozent der Teilnehmer fielen, haben die Forscher "Mr. Hyde" genannt, nach der dunklen Seite des Dr. Jekyll. Er verändert sich dramatisch, sobald Alkohol durch seinen Körper fließt, wird besonders unvorsichtig, feindselig und aufbrausend oder aber übermäßig weinerlich bis hin zur Untröstlichkeit.

Dieser vierte Typ war auch der, der häufig Probleme bekommt, wenn er trinkt: Blackouts, Prügeleien und Probleme mit der Polizei wurden hier oft angegeben. Wer sich sehr verändert, sobald er trinkt, ist also ein Risikokandidat, schlussfolgern die Wissenschaftler. Was sie besonders erstaunte: Zwei Drittel der Mr. Hydes waren Frauen.

Quelle: welt.de, 8.8.2016

Seitenanfang

BRD: Gerichtsurteil: Jäger müssen auf Alkohol verzichten

Schon eine alte Jagdweisheit sagt: „Der Jäger ward noch nicht gefunden, dem Tabak, Wein und Weib nicht munden.“ Doch dass das auch ganz schnell den Verlust der Jagderlaubnis mit sich bringen kann, wird dabei offenbar immer wieder gerne verdrängt…

Eins, zwei Schnapserl…kein Problem! Die Hand war trotzdem ruhig. Deshalb ging ein Kölner auf die Jagd, obwohl er eine gute Menge Alkohol konsumiert hatte. Und wie sich herausstellte tatsächlich mit Erfolg: Der Mann erlegte zielsicher einen Rehbock mit nur einem Schuss.Doch von den Kölner Polizeibeamten, welche zufällig des Weges kamen, durfte er kein Lob erwarten. Im Gegenteil: Es erfolgte eine Alkoholkontrolle und der sofortige Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis. Das wiederum sah der nun Ex-Jäger überhaupt nicht ein und klagte. Ohne Erfolg! Denn das Bundesverwaltungsgericht stellte nun in letzter Instanz fest, dass es völlig egal sei, ob der Mann Ausfallerscheinungen gezeigt habe oder eine konkrete Gefahrensituation entstanden sei. Allein der vorhandene Alkoholpegel habe ausgereicht, um im Sinne des Waffengesetzes als unzuverlässig zu gelten. Der Entzug der Waffenerlaubnis war demnach rechtens.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

  • Bundesverwaltungsgericht Urt. v. 22.10.2014, Az. 6 V 30.13
  • § 5 WaffG

Quelle: advopedia.at, 27.8.2016

Seitenanfang

BRD: Viele Biere, aber geringe geschmackliche Vielfalt?

Es gibt viele Biere in Deutschland – sehr viele sogar. Allein in Bayern sorgen 626 Brauereien für die Erfrischung der Deutschen. 190 gibt es noch in Baden-Württemberg. Danach nimmt die Brauereidichte weiter ab. Zwar sorgen die insgesamt 1388 deutschen Brauereien für mehr als 6000 verschiedene Sorten, doch nur ein paar Hundert Varianten sind überhaupt in deutschen Supermärkten vertreten.

Dabei schmecken die wenigsten Deutschen den genauen Unterschied zwischen den hiesigen Pilsen. Das zeigt der Geschmackstest, ohne den wohl keine Folge "ZDF Zeit" auskommen würde. Ran an die Bierkrüge heißt es für den Trachtenverein Effeltrich aus dem bayrischen Oberfranken, der Region, in der in Deutschland mit 280 Liter pro Kopf das meiste Bier getrunken wird. Mehr Klischee geht also nicht. Der normale Bundesbürger löscht dagegen nur noch mit knapp 106 Litern seinen Bierdurst. Doch exquisite Bierkenner sind die Oberfranken trotzdem nicht, zeigt der ZDF-Test. Nach wenigen Schlucken halten sie Becks für das regionale Bier, und auch das alkoholfreie wird von den wenigsten noch erkannt. Am Ende hat keiner sein Lieblingsbier erschmeckt.

Ulrich Nehring weiß warum. Alle Bierproben hat auch er bekommen. Nur haben sie bei dem Lebensmitteltechniker nicht den Weg in seinen Magen gefunden. Nehring untersuchte die Proben auf die Stammwürze und die Bittereinheiten, die den Geschmack bestimmen. Das Ergebnis: Bis auf kleinere Unterschiede variieren die deutschen Pilssorten nur minimal voneinander. Dabei könnte der große Biertest so spannend sein, wenn die Industrie mal erklären würde, warum sie nur auf den Standardhopfen setzt. Das weiß nämlich Bauer Josef Wittmann zu berichten. Er baut in der Hallertau Hopfen an. Auch ganz spezielle, die nach Holunder, Blaubeeren, Ananas oder Zitruspflanzen duften. Nur gekauft werden vor allem die Standardsorten Herkules und Magnum, die die Hälfte des gesamten Hopfenanbaus ausmachen. "Das birgt die Gefahr, dass die Biere überall fast gleich schmecken und riechen – wie bei McDonald's, alles muss gleich sein", meint Wittmann.

Quelle: Die Welt, 31.8.2016

Seitenanfang

Katar: Gelockerte Alkoholbestimmungen während der WM

Katar will seine gesetzlichen Bestimmungen für den Konsum von Alkohol während der Fußball-WM 2022 lockern. Das kündigte Nasser Al-Khater, Vizepräsident des lokalen Organisationskomitees, in einer Runde mit Vertretern internationaler Medien an. Demnach dürfte bei der Weltmeisterschaft in sechs Jahren zumindest in den sogenannten Fan-Zonen Alkohol ausgeschenkt werden.

"Wir sind ein konservatives Land, und das werden wir auch nicht verbergen. Alkohol ist kein Teil unserer Kultur. Aber wir sind ein offenes Land und werden Alkohol an vereinzelten Orten erlauben", wird Al-Khater in der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang" zitiert, die der Presserunde beiwohnte. Er glaube deshalb nicht, dass es in dieser Frage ein Problem geben werde, ergänzte Al-Khater.

Derzeit wird Alkohol im Wüstenstaat nur in wenigen Hotels in Doha verkauft, ein Verkauf in gewöhnlichen Supermärkten ist in dem muslimischen Land undenkbar. "Wir werden den Leuten servieren, was sie haben möchten, aber wir werden nicht wie jedes andere Land sein, in dem Alkohol ganz normal ausgeschenkt wird", sagte Al-Khater, "wir ändern wegen der WM nicht unsere Kultur."

Quelle: handelsblatt.com, 21.10.2016

Seitenanfang

Europäischer Medizinerkongress: Alkohol schützt nicht das Herz

Eine Reihe von neuen Studien kommen zum Ergebnis, dass niedriger bis moderater Alkoholkonsum offenbar doch keine herz- und gefäßschützende Funktion hat. So zeige eine über 20 Jahre laufende dänische Studie mit fast 19.000 Krankenschwestern („The danish nurses‘ cohort study“) nach der Bereinigung um Gesundheits-, Lebensstil- und psychosoziale Faktoren keine Hinweise auf einen signifikanten günstigen Zusammenhang zwischen niedrigem oder moderatem Alkoholkonsum und der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit. Es ging dabei um die Bestimmung von Schlaganfall-, Herzinfarkt- und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit insgesamt. Dazu Weidinger: „Die Studienautoren fanden auch keinen signifikanten Zusammenhang zwischen niedrigem bis mittlerem Alkoholkonsum mit den separaten Endpunkten Schlaganfall und Herzinfarkt.“

Während der zweijährigen Untersuchungsdauer der CASCADE-Studie wurden die Probanden in drei Gruppen aufgeteilt und erhielten täglich entweder 150 Milliliter Mineralwasser, Weißwein oder Rotwein. Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer mediterranen Diät ohne Beschränkung der Kalorienzahl. Zu Studienbeginn und nach zwei Jahren wurden das Gesamt-Plaque-Volumen der Halsschlagader und das Gefäßwandvolumen mittels 3D-Ultraschall gemessen. Es lagen verwertbare Ultraschall-Bilder von 174 Patienten vor, bei der Erstuntersuchung wurden bei 55 Prozent Plaque in der Halsschlagader gefunden. Das durchschnittliche Gesamt-Plaque-Volumen veränderte sich in der Gesamtgruppe nicht signifikant, ebenso wenig in den Kontrollgruppen. „Wir konnten in unserer zweijährigen Studie keine signifikante Wirkung des Weinkonsums auf die Gesamt-Plaque-Volumen der Halsschlagader oder das Gefäßwand-Volumen in der Gesamtgruppe feststellen“, schreiben die Studienautoren zusammenfassend.

Fazit: Wer also für seine Herz- und Gefäßgesundheit etwas Positives tun wolle, benötige dazu keinen Alkohol. Starker Alkoholkonsum hingegen kann sich negativ auf viele Organe auswirken, auch auf das Herz, und sollte deshalb vermieden werden.

Quelle: TT, 31.8.2016

Seitenanfang

Österreich: Kenner bevorzugen Bier nach Ablaufdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum zu ignorieren kann sich bei Bier auszahlen. Kunden, die gezielt nach Bieren fragen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Freaks, die für Trappistenbiere mit einigen Jahren auf dem Buckel viel Geld zu zahlen bereit sind, die ein Waldbier Tanne von 2011 gegen Schwarzkiefer von 2013 tauschen, die Biere einer Charge auf fünf Jahre aufgeteilt verkosten: Das Wort Lager ist in Sachen Bier nicht nur als Bierstil von Bedeutung; von Vintage-Bier, wie etwa Brauer Axel Kiesby es nennt, wird noch öfter zu lesen sein. „Die Nachfrage wird immer größer“, sagt Markus Betz von BeerLovers. In dem Geschäft in der Wiener Gumpendorferstraße, wo man über 1300 verschiedene Biere führt, habe man einen eigenen Bereich für Biere eingerichtet, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben: „Und es gibt sogar Kunden, die nur in dieser Ecke einkaufen, weil sie sich auskennen.“ Markus Betz, der als Biersommelier nicht nur Verkostungen hält, sondern auch im BeerLovers-Shop teils sehr, teils weniger kompetente Kunden berät, wird immer öfter um Tipps für das richtige Lagern von Bieren gefragt. „Kühl, konstante Temperatur, kein Lichteinfall“, antwortet er dann. Grundsätzlich eignen sich vor allem Biere ab acht Volumsprozent Alkohol für das längere Lagern, meint er. Also Bockbiere, Stouts, Imperial Porters, Trappistenbiere, Barley Wines (besonders starke Ales). Oder aber jene spontan vergorenen belgischen Biere, die eher für Freaks geeignet sind. Immer mehr Hersteller geben zwar ein Mindesthaltbarkeitsdatum an, notieren aber auf den Etiketten auch gleich die Aufforderung, sich nicht sklavisch daran zu halten: „Zur Überlagerung geeignet“, heißt es etwa auf dem neuen holzfassgereiften Wild Affairs von Zwettler.

„Die geschmackliche Entwicklung beim Lagern geht generell in Richtung weich. Die Kohlensäure schwindet, bei einem Bockbier etwa kommen noch mehr Röstaromen zum Vorschein, es wird karamelliger.“ Kunden, die sich für die Aromaentwicklung eines Bieres über die Zeit interessieren, empfiehlt Markus Betz, sich drei Flaschen zu kaufen. „Eine trinkt man sofort, macht sich vielleicht Notizen. Eine nach einem Jahr, eine nach drei oder vier Jahren.“ Wichtig sei beim Lagern von Bieren allerdings immer der Faktor „vielleicht“. „Es kann sein, dass sich gar nichts tut. Dass ein Bier nur abbaut“, meint Betz. Als Beispiel für die nicht vorhersagbare Entwicklung von Bieren nennt er das Hofstettner Honigbock, das er auch gleich für eine kleine Versuchsanordnung zuhause empfiehlt.

„Zur Eröffnung des BeerLovers-Geschäfts im vergangenen Dezember haben wir eines von 2011 bekommen, mit Bügelverschluss, wo natürlich immer Sauerstoff dazukommen kann. Das war nur schal. Das von 2012 hingegen war hochinteressant, fast ein Likör.“ Biersommelierstaatsmeister Clemens Kainradl empfiehlt Interessierten, sich eine Kiste mit dem Samichlaus der Brauerei Eggenberg zu besorgen und über zehn Jahre zu trinken. Mit seinen 14 Volumsprozent sei dieses Starkbier ein Paradebeispiel für Reifepotenzial. Denn der Alkoholgehalt ist entscheidend. „Ab sechs Prozent wird ein Bier nicht fader und schlechter, sondern kann sich auch positiv entwickeln.“ Ein filtriertes Bier mit 4,9 Volumsprozent sei eher der Kandidat für schalen Kartongeschmack. Eine Ausnahme sind Sauerbiere, die auch bei niedrigem Alkoholgehalt überaus lagertauglich seien und durch das Liegenlassen „runder, weniger kantig“ würden. Barley Wines wie das L’Ultima Luna von Del Ducato indes entwickeln sich, machte Kainradl die Erfahrung, „auch geöffnet noch über Monate positiv“ – auf den Flaschen von L’Ultima Luna sind als Mindesthaltbarkeit sogar einige Jahrzehnte angegeben.

Der Biersommelier empfiehlt generell, Bockbiere „wie den typischen Weihnachtsbock einer Großbrauerei“ erst nach mindestens einem Jahr zu trinken. Noch viel weiter geht da der Piemonteser Teo Musso, Bierbrauerikone und Craftbeer-Vorreiter Italiens: Auf seinem Xyauyù, einem kohlensäurefreien, fast likör¬artigen Barley Wine mit 14 Volumsprozent Alkohol, ist als Haltbarkeitsangabe zu lesen: „La fine del mondo“ – Das Ende der Welt.

Quelle: Die Presse.com, 24.8.2016

Seitenanfang

Irak: Parlament beschließt Alkoholverbot

Alkoholgenuss gilt im Islam als Sünde, dennoch konnten Bier, Wein und Co. in den größeren Städten des Iraks bislang erworben werden. Dem schob das Parlament in Bagdad nun einen Riegel vor: Alkohol ist per Gesetz verboten. Strafe: bis zu 19.000 Euro.

Einfuhr, Produktion und Verkauf alkoholischer Getränke sind im Irak künftig verboten. Das von schiitischen und islamischen Parteien dominierte Parlament in Bagdad verabschiedete ein entsprechendes Gesetz am späten Samstagabend.

Zwar ist im Islam der Genuss von Alkohol generell untersagt, in den größeren Städten des Landes konnten alkoholische Getränke aber bisher dennoch erworben werden. Vor allem in von Christen betriebenen Geschäften fanden Kunden noch Wein oder Bier. Damit ist nun Schluss: Wer künftig gegen das Alkoholverbot verstößt, muss mit Strafen bis zu 19.000 Euro rechnen.

Quelle: ARD tageschau.de, 23.10.2016

Seitenanfang