Cannabis …

… ist die mit weitem Abstand am häufigsten von Jugendlichen konsumierte illegale Substanz. Der unten stehende Button führt zu Antworten auf die häufigsten hierzu gestellten Fragen.

Eine allgemeine Basisinformation zu Cannabis kann als Folder heruntergeladen werden. Häufig gestellt Fragen werden im Folgenden kurz beantwortet.
Wie verbreitet ist Kiffen?
In etwa 25% der Österreicher/innen im Alter von 15-64 haben zumindest 1x in ihrem Leben Cannabis konsumiert. In der Altersgruppe der 15-16Jährigen kiffen 7% mindestens 1x im Monat.
Macht Cannabis abhängig?
Kiffen kann zur Abhängigkeit führen. Ca. 10% der Konsument/innen entwickeln mit der Zeit eine Abhängigkeit. Dies entspricht in etwa der Rate bei Alkohol.
Führt Cannabis zu Psychosen?
Bei einer schon vorhandenen Veranlagung, stellt Cannabis ein Risiko für den Ausbruch einer Psychose dar. Besonders problematisch sind in dieser Hinsicht Züchtungen mit einem sehr hohen THC-Gehalt.
Ist Kiffen krebserregend?
Wenn Cannabis geraucht wird, besteht ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko.
Wie lange ist Cannabis nachweisbar?
Die Nachweisbarkeit von Cannabis ist individuell recht unterschiedlich und hängt vom Konsum, vom Körperfett und vom Stoffwechsel ab. Wird Cannabis einmalig eingenommen ist ein Nachweis bis zu 12 Tagen später möglich. Nach höherem oder häufigem Gebrauch kann Cannabis auch länger nachweisbar sein:
  • im Blut: etwa 12 Stunden lang
  • im Urin: bei häufigem Cannabiskonsum wochenlang
  • im Speichel: etwa 24 Stunden lang
  • im Haar: mehrere Monate nach dem letzten Konsum
Welche Arten von Cannabis gibt es?
Es gibt Haschisch (das Harz der Hanfpflanze), Marihuana (die getrockneten Blüten/Blätter) und seltener Haschischöl (Extrakt aus dem Harz). Neuerdings gibt es auch eine Vielzahl synthetischer Cannabinoide.
Wie wird Cannabis konsumiert?
Cannabis wird meist, mit oder ohne Tabak vermischt, geraucht. Es kann aber auch gegessen werden (z.B. in Keksen). Synthetische Cannabinoide werden manchmal geschnupft oder einfach geschluckt.
Ist Cannabis leicht erhältlich?
Etwa die Hälfte der 17-Jährigen glaubt, leicht oder sehr leicht an Cannabis zu kommen. Üblicherweise sind die „Bezugsquellen“ Bekannte, Freunde oder Freundinnen.
Was ist CBD?
CBD (Cannabidiol) ist ein nicht-psychoaktiver Bestand Wirkstoff in Cannabis, der entkrampfend und entzündungshemmend wirkt.
Kurzfristige Risiken des Kiffens?
Der Konsum von Cannabis kann zu Wahrnehmungsveränderungen, Konzentrationsstörungen und Verlangsamung der Reaktionszeiten führen. Dadurch besteht eine erhöhte Unfallgefahr bzw. eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit.
Schwächt Kiffen die Motivation?
In den Worten eines Suchtberaters: Kiffende Jugendliche sind durchaus weiterhin motiviert, Dinge zu tun, die ihnen Spaß machen. Sie verlieren aber oft die Motivation, sich auch um jene Dinge zu kümmern, die Anstrengung erfordern oder unangenehm sind. Kurz gesagt: Sie hören weiterhin gern Musik, hören aber auf zu Lernen.
Beeinträchtigt Kiffen das Lernen?
Kurzfristig sicher, Konzentration und Aufmerksamkeit sind gestört. Dauerhafte Gehirnschäden sind nicht belegbar, aber: Bei Jugendlichen sind bleibende Veränderungen der sich entwicklenden Gehirnstrukturen mit Auswirkungen z.B. auf die Merkfähigkeit nicht ausgeschlossen.
Ist Cannabis eine "Einstiegsdroge"?
Die meisten derer, die einmal oder öfter Cannabis konsumieren, steigen nicht auf andere Substanzen um.
Sollte Cannabis "legalisiert" werden?

Politik und Rechtsprechung berufen sich zur Begründung des Verbots auf die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Kiffen verbunden sind. Die Vor- und Nachteile sind umstritten, die Rechtsprechung kann sich irgendwann auf demokratischem Weg ändern.

Auf Grund des erhöhten Risikos dauerhafter Schäden im Jugendalter (Gehirnreifung), ist allerdings davon auszugehen, dass im Fall einer Gesetzesänderung Kiffen frühestens ab dem vollendeten 18 Lebensjahr erlaubt sein wird.

Cannabis als Medikament?
THC und CBD, die Hauptwirkstoffe in Cannabis, wirken muskellösend, appetitanregend und schmerzstillend. Bei manchen Krankheiten, z.B. Multipler Sklerose, zeigen Studien gute Wirkungen.

Da es unzählige andere illegale Substanzen gibt, verweisen wir auf drei bereits bestehende empfehlenswerte Informationsquellen oder die Möglichkeit, spezielle Fragen direkt am Telefon oder per Email zu stellen.

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