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Ö: bei Ausgaben für Alkohol an drittletzter Stelle in EU

Eindeutig Spitze beim Alkoholkauf sind alle drei baltischen Länder. Hinter Estland folgen Lettland und Litauen.

Die Österreicher liegen bei den Ausgaben für Alkohol gemessen am Gesamtkonsum mit einem Anteil von 1,3 Prozent an drittletzter Stelle in der EU. Weniger Geld für Alkoholika geben anteilsmäßig nur Spanien (0,8 Prozent) und Italien (0,9 Prozent) aus. Der EU-Durchschnitt 2016 beträgt laut Eurostat-Daten vom Montag 1,6 Prozent.

Eindeutig Spitze beim Alkoholkauf sind alle drei baltischen Länder. Hinter Estland folgen Lettland (4,8 Prozent) und Litauen (4,2 Prozent). Dahinter kommen Tschechien und Polen (je 3,6 Prozent) sowie Ungarn und Finnland (je 2,9 Prozent).

Insgesamt wurden in der EU 128,6 Mrd. Euro für alkoholische Getränke ausgegeben. Das entspricht 0,9 Prozent des gesamten EU-Budgets oder 250 Euro pro Einwohner. Laut Eurostat ist dabei der Alkoholkonsum in Restaurants oder Hotels aber nicht enthalten.

Quelle: TT Online, 4.12.2017

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Jugend-Studie: Werbung für Glücksspiel- und Sportwetten nimmt überhand

Zwei von drei britischen Jugendlichen sind der Meinung, dass während Sportübertragungen zu viel Werbung für Glücksspiel und Sportwetten gezeigt wird. Ein Viertel der Jugendlichen findet, dass die mit Glücksspiel und Sportwetten verbundenen Risiken hierbei nicht ausreichend berücksichtigt werden. 49% der 1000 Befragten sagen, dass die Werbung den Eindruck vermittelt, mit Glücksspiel und Sportwetten ist gut Geld zu verdienen.

Nach Daten der britischen Gambling Commission gelten in England bereits 25.000 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren als Problemspieler, 36,000 sind gefährdet.

Quelle: The Daily Mail, 29.1.2018

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Vatikan: Ein Staat wird rauchfrei

Seit Jahresbeginn 2018 dürfen im Vatikanstaat keine Zigaretten mehr veräußert werden. Dabei war es ein einträgliches Geschäft für Händler und Kunden: Weil auf päpstlichem Hoheitsgebiet keine italienischen Steuern gelten, waren die Zigaretten bei St. Peter konkurrenzlos billig. Hinsichtlich der Umsatzzahlen hält sich der Heilige Stuhl bedeckt. Der italienische Investigativjournalist Emiliano Fittipaldi kalkulierte die Jahreseinnahmen in der Sparte Tabak einmal auf zehn Millionen Euro. Das entspricht knapp der Hälfte dessen, was der Vatikan-Supermarkt mit normalen Lebensmitteln verdient. Steuerfrei shoppen dürfen aber nur aktive und pensionierte Angestellte sowie Ordensmitglieder und Diplomaten. Zigaretten, ein begehrtes Mitbringsel für Angehörige und Freunde ohne Vatikan-Ausweis, bekam ein Berechtigter maximal fünf Stangen pro Monat.

Mit dem Rauchen soll nach dem Willen von Franziskus nun Schluss sein. "Der Heilige Stuhl kann nicht zu einer Aktivität beitragen, die eindeutig die Gesundheit von Menschen schädigt", erläuterte Vatikansprecher Greg Burke die Entscheidung.

Quelle: Luzerner Zeitung, 31.12.2017

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USA: Cannabis – mehr Konsum, aber nicht durch Neueinsteiger

In Oregon erhöhte die Cannabislegalisierung nicht den Cannabiskonsum von Jugendlichen, aber es verstärkte den Konsum bei denen, die es bereits verwendeten Nach einer Studie mit 444 Heranwachsenden in Oregon erhöhte die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum nicht den Cannabiskonsum bei Jugendlichen, die Cannabis nicht verwendeten, verstärkte aber den Konsum bei Jugendlichen, die es bereits verwendeten.

Quelle: Oregon Research Institute, Eugene, USA. Rusby JC, et al. Psychol Addict Behav, 16.11.2017

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Ö: Smartphone-Ersatz für „süchtige Handy-User“

Viele Smartphone-Nutzer werden schon einmal das folgende Erlebnis gemacht haben: Man scrollt und wischt sich minutenlang durch eine rasch wechselnde Reihe von Programmen, nur um sich dann kurz danach zu fragen: "Was habe ich eigentlich gerade gemacht?". Statt produktivem Abarbeiten von anstehenden Aufgaben, wird hier nur mehr eine Art innerer Drang nach dem haptischen Erlebnis der Smartphone-Interaktion befriedigt – ein klassisches Suchtverhalten. Genau diesen Drang will nun ein österreichischer Designer befriedigen – und zwar ganz ohne Smartphone.

Das "Substitute Phone" versteht sich als Ersatzprodukt für alle Smartphone-Süchtigen, wie der aus Wien stammende Designer Klemens Schillinger in einem Blogeintrag ausführt. Elektronik findet sich darin zwar nicht, aber durch Form und Wahl der Materialien bietet es ein ähnliches Haltegefühl wie aktuelle Smartphones. Zudem gibt es je nach Modell Steinkugeln in unterschiedlicher Anordnung, womit Scrollgefühl oder auch die Gestennutzung imitiert werden können. Schillinger sieht in der Reduktion auf das Bewegungsgefühl einen therapeutischen Ansatz, der Abhilfe bei Entzugsphänomenen bieten soll. Die Idee ist Schillinger gekommen, als er bemerkt hatte, wie oft er täglich eigentlich zum Smartphone gegriffen hat. Eine weitere Inspiration sei der Autor Umberto Eco gewesen, der sich das Pfeiferauchen abgewöhnt hat, indem er diese schlicht mit einem Stock ersetzt hat. Einziger Schönheitsfehler des Subsitute Phone: Zu kaufen gibt es dieses derzeit noch nicht.

Quelle: apo, 27.11.2017

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Nordkorea: eine Weltmacht – zumindest im Zigarettenschmuggel

Trotz der UN-Sanktionen gegen Nordkorea, die die Nationalwirtschaft des Landes beschränken sollen, verdient Pjöngjang immer weiter an Tabakschmuggel und der Tätigkeit von Gemeinschaftsunternehmen. Das schreibt die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ). Laut Berichten der US-Administration soll Nordkorea einen beträchtlichen Teil des Zigaretten-Schwarzmarktes kontrollieren, deren Wert auf Milliarden US-Dollar eingeschätzt wird. „Die meisten Einnahmen fließen direkt in Pjöngjangs Staatskasse“, so WSJ unter Berufung auf einen US-Beamten, einen früheren hochrangigen Überläufer aus Nordkorea. Das Geld aus dem Zigarettenschmuggel werde „für die Finanzierung der Armee, des Atomprogramms und für den Kauf von Luxuswaren für die Machtelite ausgegeben“.

Interessanterweise startete Nordkorea im Mai 2016 eine strenge Anti-Tabak-Kampagne. Die vom Staat genehmigten Zigarettenhersteller sind nun verpflichtet, Warnhinweise auf ihre Verpackungen zu drucken. Der staatliche Fernsehsender strahlt zudem 40-minütige Sendungen aus, in denen Frauen rauchende Männer als „Geisteskranke, die ihre Umgebung stören“ beschimpfen. Nordkorea gilt als das Land mit einer der höchsten Raucherquote Asiens. Laut der Weltgesundheitsorganisation waren 2012 mehr als die Hälfte der Männer in Nordkorea Raucher. Das Rauchen gilt in Nordkorea als ausschließlich männliche Gewohnheit.

Quelle: Wall Street Journal, 14.1.2018

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Pech im Spiel ­ Glück in der Liebe: Porno­Website mit Online­Casino

Die Webseite PornHub.com ist nach eigenen Angaben die größte Pornoseite weltweit. Im weltweiten Vergleich aller Portale lag PornHub im vergangenen Jahr konstant unter den Top 50. Nun hat der Betreiber der Seite, das IT-Unternehmen MindGeek, eine neue Geschäftsidee. Unter der Adresse PornHubCasino.com hat die Pornoseite ein hauseigenes Online Casino eröffnet.

Wie bei allen gängigen Online Casinos, kann man auch bei dem Internet Glücksspielhaus von PornHub sowohl um Spielgeld als auch um Echtgeld zocken. Die Besonderheit des PornHubCasino sind natürlich, passend zur Pornoseite, sexy und wenig bekleidete Dealerinnen für die Live Casino Games, der Spieler kann sich über Chatboxen mit diesen unterhalten. Wer gegen das Haus gewinnt, darf darauf hoffen, dass sie auch einmal das eine oder andere Kleidungsstück fallenlassen.

Porno-Sternchen als Live-Dealerinnen

Das Casino hat seinen Sitz auf Costa Rica. Die Dealerinnen werden vor Ort rekrutiert. Zum Launch wurden mit den Porno-Sternchen Monique Alexander und Dani Daniels prominente Darstellerinnen engagiert. Zukünftig sollen immer wieder echte Pornostars beim Roulette, beim Blackjack, beim Baccarat und beim Casino Hold’em dealen. Die Games mit den sexy Live Dealerinnen können allerdings nur um Echtgeld gespielt werden.

Eine weitere Neuheit ist das Strip Poker Spiel. Hier benötigen alle Teilnehmer eine Webcam, so dass die anderen Mitspieler auch zusehen können, wie sie sich nach verlorenen Händen ihrer Kleider entledigen. Wie groß hier allerdings die Chance ist, dass sich auch Frauen an die wohl überwiegend aus Männern bestehenden Tische verirren, bleibt ungewiss.

Filmschnipsel von der Schwesterseite als Belohnung

Sonst finden sich auch ganz reguläre Online Slots, die gar nichts mit dem Thema Porno oder Sex zu tun haben auf der Seite. Für die Stammkunden der Schwesterseite gibt es aber natürlich auch einige Porno Spielautomaten. Bei einem Gewinn bekommt der Spieler hier Filmschnipsel vom PornHub zu sehen.

Zum Launch des neuen Online Casinos sagte Vizepräsident Corey Price: „Unsere Kunden wissen, wie man online viel Spaß haben kann. Als ein Casino Unternehmen mit der Idee auf uns zukam, dass wir Glücksspiel und Pornos miteinander verbinden könnten, haben wir diese Idee schnell ernsthaft in Erwägung gezogen. Wir haben uns dann entschlossen, alles auf eine Karte zu setzen und dieses neue Produkt in die Tat umzusetzen. Wir freuen uns über den Start der neuen Online Casinoseite und hoffen, dass alle unsere Besucher und Kunden große Freude bei unserem sexy Glücksspiel haben.“

Quelle: CasinoOnline.de

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Phillip Morris: Aus für Zigaretten, Start für Iqos?

Was zunächst wie ein Marketing-Gag anmutet, wird offenbar ernst - denn seit neuestem beteuert der Konzern rund um die beliebten Marken Marlboro und L&M, sich vom Zigarettenqualm befreien zu wollen: "Wir versuchen, mit Zigaretten Schluss zu machen", verkündet das Unternehmen in einigen Tageszeitungen Großbritanniens. Das Tabakunternehmen wolle sich aus dem dortigen Zigarettenmarkt zurückziehen und den Verkauf auf lange Sicht beenden. Rauchern rät der Hersteller von Tabakprodukten: "Das Beste, was Sie tun können, ist aufzuhören". Der Tabakhersteller kehrt seinem Stammprodukt scheinbar den Rücken.

Doch vollständig verabschiedet sich Philip Morris nicht: Für überzeugte Raucher, die nicht auf den Zigarettengenuss verzichten wollen, entwickelte der marktführende Konzern eine risikoarme Alternative: Das "Iqos"-System. Dabei handelt es sich um einen Tabak-Erhitzer, der bis zu 300 Grad Celcius heiß wird und so krebserregende Stoffe im Tabak fast unschädlich machen soll - Langzeitstudien, die das beweisen, wurden allerdings bisher nur durch den Konzern selbst in Auftrag gegeben. Das Suchtpotenzial durch das im Tabak enthaltene Nikotin sei, wie bei vergleichbaren Produkten, dennoch gegeben, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Jedenfalls folgt das Tabak-Unternehmen mit dem "Iqos" dem aktuellen E-Zigaretten-Trend. Bereits 2016 verkündete Fred de Wilde, Philip Morris Europa-Chef, in einem Interview mit dem "Handelsblatt", dass der Konzern "alle klassischen Zigaretten durch weniger schädliche Alternativen ersetzen" wolle. Grund für diesen Wandel könnte in erster Linie der schrumpfende Zigarettenmarkt sein.

Quelle: www.finanzen.net, 26.1.2018

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