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GB: Einfacher Fingerabdruck verrät Drogenkonsum

Ein neues Verfahren, das von britischen Forschern der University of East Anglia (UEA) in Norwich mitentwickelt wurde, könnte Drogentests revolutionieren: Der Test kann in nicht einmal zehn Minuten den möglichen Konsum von Amphetaminen, Cannabis, Kokain und Opiaten aus einer einzigen Fingerabdruckprobe ablesen. Vorgestellt wurde das Verfahren im "Journal of Analytical Toxicology" von einem Team um David Russell, einem emeritierten Forscher der UEA. Die Studie und ein extra angefertigtes Video zeigen, dass für den Test bloß ein etwa fünf Sekunden lang dauernder Fingerabdruck nötig ist. Aus dem Schweiß des Fingerabdrucks bzw. den darin enthaltenen Stoffwechselprodukten kann dann die sogenannte "Lateral Flow Drogenscreening-Kartusche" etwaige konsumierte Drogen ablesen. Die Forscher haben die Ergebnisse mit toxikologischen Analysen von Blut- und Urinproben verglichen und dabei eine "gute Korrelation der Ergebnisse" erzielt, wie es heißt.

Quelle: derstandard.at, 28.10.2018

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Cannabis-Produktion: Eine Branche im Goldrausch

Aurora Cannabis ist ein kanadischer Cannabis-Produzent mit Sitz in Edmonton. Der aktuelle Geschäftsbericht vermittelt einen Eindruck davon, mit welcher Dynamik sich das Cannabis-Business derzeit entwickelt. Die Firma teilte Anfang November mit, dass der Umsatz in den letzten 12 Monaten um 260 Prozent gestiegen sei, wobei die produzierten Kilogramm auf 4.996 - mehr als 11.000 Pfund Cannabis - von 1.010 im vergangenen Jahr stiegen. Das sind fast 400 Prozent mehr. Durch die Übernahme von MedReleaf, einem forschungs- und entwicklungsintensiven Unternehmen, das sich der Entwicklung von hochwertigem Cannabis widmet, erhöht sich die gesamte Kapazität von Aurora auf mehr als 500.000 Kilogramm pro Jahr. Weiters hob Aurora die Einführung von Aurora Cloud im ersten Geschäftsquartal 2019 hervor und war damit der erste lizenzierte Hersteller, der eine vapfertige CBD-Ölpatrone auf den Markt brachte.

Quelle: www.cnbc.com, 12.11.2018

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CH: Oberwalliser Bergbahnen werben mit Kokain

Kein schlechter Scherz, sondern schlicht eine unakzeptable Werbeidee. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, daher verzichten wir hier auf jeden Kommentar:

Bergbahn-Werbung mit Kokain

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BRD: Drogen- und Suchtbericht 2018 veröffentlicht

Die Bilanz der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, ist gemischt: „Während es weiter positive Entwicklungen bei den Kindern und Jugendlichen beim Tabak- und Alkoholkonsum zu verzeichnen gibt, sehen wir bei den neuen Produkten wie E-Zigaretten, Wasserpfeifen und Co. einen klaren Aufwärtstrend, sowohl bei Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen. Hier müssen wir das Präventionsangebot weiter ausbauen. Auch Alkohol wird in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken. Das müssen wir ändern, denn für Viele bedeutet Alkohol ein echtes Problem.“

Durch die Folgen des Alkoholkonsums entstehen pro Jahr volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von knapp 40 Milliarden Euro. Jeder sechste in Deutschland trinkt Alkohol in einem gesundheitlich schädlichen Ausmaß. Auch der Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stieg leicht an.

Quelle und Download: Pressemitteilung

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Studie: Viel Alkohol im deutschen Fernsehen

Das zeigt Eine neue Studie im Auftrag des Gesundheitsministeriums zeigt, dass Alkohol aus dem deutschen Fernsehen kaum wegzudenken ist. So wird in vielen Sendungen über Alkohol gesprochen, er ist zu sehen oder wird getrunken. Die Wissenschaftler der Uni Würzburg haben für die Studie „Die Darstellung von Drogen und Sucht im deutschen Fernsehen“ eine Woche lang das Programm der für deutsche Jugendliche acht wichtigsten deutschen Fernsehsender zwischen 13 und 22 Uhr ausgewertet. Danach ist Alkohol in 35,9 Prozent der Sendungen ein Gesprächsthema. In sechs von zehn Sendungen ist er in irgendeiner Form sichtbar und in vier von zehn Sendungen wird er auch konsumiert. Insgesamt ist Alkohol dabei in den privaten Sendern stärker präsent als in den öffentlich-rechtlichen. Illegale Drogen sind dagegen selten Thema.

Quelle: Der Tagesspiegel, 07.11.2018

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BRD: Öfter betrunken am Steuer – Frauen oder Männer?

53 zu 7. So lautet das Endergebnis im Vergleich zwischen Männern und Frauen bei Straftaten im Straßenverkehr wegen übermäßigen Alkoholgenusses. Der Neubrandenburger Polizei gingen im vergangenen Jahr 53 Männer ins Kontrollnetz, die als Autofahrer mit mehr als 1,1 Promille oder als Radfahrer mit über 1,6 Promille Alkohol im Blut auf den Straßen der Stadt unterwegs waren. Vergleichsweise niedrig dagegen die Anzahl der erwischten Frauen: fünf im Auto und zwei auf dem Fahrrad.

Für den Psychologen und Suchttherapeuten Tom Skippe, Leiter der Beratungsstelle im Neubrandenburger Haus der Begegnung, einem seit 1990 existierenden Suchtbehandlungszentrum, ist die Tatsache vom „Männerüberschuss“ bei alkoholisierten Verkehrsteilnehmern keine große Überraschung. Auch in der Klientel, die im Haus der Begegnung Hilfe bei der Überwindung der Alkoholsucht sucht, seien männliche Trinker eindeutig in der Überzahl. „Vielleicht im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel“, sagt Skippe. Dennoch sei nicht unwahrscheinlich, dass die Zahl der Alkoholikerinnen höher sei, als seine Klientel vermuten lässt. „Frauen trinken heimlicher, mehr zu Hause. Davon wissen dann in der Regel weniger Leute und der Druck, sich behandeln zu lassen, ist geringer“. Zudem habe die Tatsache, dass die Polizei viel mehr betrunkene Männer aus dem Verkehr zieht, auch hormonelle Gründe. „Männer sind“, so der Psychologe, „viel schneller bereit, Risiken einzugehen. Eben auch das Risiko, sich betrunken ins Auto zu setzen“.

Quelle: Nordkurier, 13.11.2018

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Argentinien: US-Produzent plant weltgrößte Hanfplantage

Die Freigabe nicht für medizinische Zwecke bestimmten Hanfs als Genussmittel in Uruguay, Kanada sowie in verschiedenen Bundesstaaten und Territorien der USA beflügelt die Absatzfantasien der Marktteilnehmer. So verkündete jüngst der US-amerikanische Anbieter Player’s Network (PNTV), in Argentinien die mit 14.000 Hektar weltweit größte legale Cannabisplantage aufbauen zu wollen – und zwar in Form eines Joint Venture in der nordwestlich gelegenen Provinz Jujuy. Auf der Plantage soll ein breites Spektrum an Cannabispflanzen mit unterschiedlichem Gehalt der Inhaltsstoffe THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) angebaut werden – für den heimischen Markt sowie für den Export. Das Joint-Venture habe von Staatsseite die Erlaubnis erhalten, Cannabis zu kultivieren und extrahieren sowie darauf basierende Produkte herzustellen und diese in Länder zu exportieren, in denen deren Konsum legal sei.

Der US-Marktforscher BDS Analytics prognostiziert ein jährliches Umsatzwachstum im legalen Cannabismarkt bis 2022 von 27,5 Prozent von voraussichtlich in diesem Jahr 13 Milliarden Dollar auf dann rund 32 Milliarden.

Quelle: www.aerztezeitung.de, 15.11.2018

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Mexiko: Gesetzentwurf für Cannabis-Legalisierung

In Mexiko hat die Partei des designierten Präsidenten Andrés Manuel López Obrador erste Schritte für eine Legalisierung von Cannabis unternommen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Dienstag von der Senatorin Olga Sánchez Cordero vorgelegt, die unter López Obrador Innenministerin werden soll. Ziel sei eine "verantwortungsvolle Regulierung", die der mexikanischen Realität gerecht werde. Der Cannabis-Konsum soll demnach legalisiert werden, zugleich soll es eine "strikte Regulierung" von Produktion und Verkauf geben.

Quelle: ZEITonline, 7.11.2018

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