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BRD: Immer weniger Tote durch Suizid, Alkohol oder Drogen

Die Zahl der Toten als Folge von Alkohol- oder Drogenkonsum ist in Deutschland seit Beginn der Neunzigerjahre deutlich zurückgegangen. Das trifft laut einer aktuellen DIW-Studie auch auf die Suizid-Rate zu.

Im Fokus der Untersuchung steht die Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen. Demnach lag die Zahl der Sterbefälle durch Suizide und Todesursachen, die mit Alkohol oder Drogen zusammenhängen, pro 100.000 Einwohner im Jahr 1991 bei 71. Im Jahr 2015 waren es 39,5 entsprechende Sterbefälle gewesen.

In den USA zeichnet sich demgegenüber ein anderer Trend ab.

In den USA hatte sich die Zahl der Fälle, die im Fachjargon „Deaths of Despair“ („Tod aus Verzweiflung“) genannt werden, bei Menschen mittleren Alters seit Beginn der Neunzigerjahre mehr als verdoppelt.

Quelle: LN Online, 13.2.2019

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Mallorca: Ballermann Ade?

Trotz diverser Maßnahmen sterben weiterhin alljährlich Mallorca-Gäste – vor allem Jugendliche – wegen übermäßigem Alkoholkonsum. Im Rahmen einer Krisenkonferenz wurden diese Woche auf Mallorca deswegen radikale Maßnahmen diskutiert. Dass sich Mallorca zunehmend von seinem Image als Party-Insel distanzieren will, ist hinlänglich bekannt. Seit drei Jahren gibt es für exzessive Saufgelage an der Playa de Palma Bußgelder, gegen den freien Alkoholausschank in All-Inclusive-Hotels wird auch schon vorgegangen. Genützt hat es bislang wenig: Noch immer kommen jeden Sommer Tausende vorwiegend junge Partywütige auf die Insel, um sich tagelang wilden Partys hinzugeben. Ermöglicht wird dies durch ein weiterhin immenses Angebot an günstigem Alkohol.

Im Angebot sind beispielsweise Pakete, die freien Alkoholzugang während 20 Stunden bieten. Andere Lokale locken mit 2-für-1-Drinks bereits morgens um 10 Uhr. Die Konsequenz der daraus resultierenden Exzesse sind immer wieder tragische Unfälle oder gar Todesfälle – im letzten Jahr waren es sieben – welche stark mediatisiert werden und dem Image von Mallorca schaden.

Weil das Problem also immer noch nicht im Griff ist, kam es diese Woche in Palma zu einer Ganztageskonferenz, an welcher 80 Akteure aus dem lokalen und internationalen Tourismusgeschäft sowie aus der Politik über weitere Maßnahmen gegen den «Alkoholtourismus» debattierten.

Konkret: Es werden Maßnahmen bereits von Flughäfen und Airlines gefordert. Die Probleme beginnen aus Sicht von spanischen Sicherheits-Repräsentanten nämlich schon bei der Reise, mit übermäßigem Alkoholkonsum schon am Heimflughafen und dann im Flugzeug. Auch ein Verbot von «Happy Hours» wird erwägt.

Gezielt wird aber auch auf Reiseveranstalter, welche vor allem in Großbritannien und Deutschland dreitägige «Fiestas» auf den Balearen und anderswo zum Sonderpreis anbieten und so finanziell eher schwächere Gruppen wie eben Jugendliche zu «Saufreisen» animieren. Auch da wurde diskutiert, ob es Möglichkeiten gibt, solche Angebote auf dem Gesetzesweg einzuschränken. Welche konkreten Forderungen im Whitepaper eingebracht werden, ist aktuell unklar. Ebenso unsicher ist, ob dies etwas in Brüssel bewirken wird. die große Teilnehmerzahl an der Konferenz hat jedoch gezeigt, dass man auf den Balearen und anderswo in Europa ernsthaft gewillt ist, dem exzessiven Sauftourismus den Garaus zu machen.

Quelle: www.travelnews.ch,14.2.2019

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Tod durch Alkohol am Steuer wieder im Ansteigen

Nach einigen Jahren in denen alkoholbedingte Verkehrsunfälle rückläufig waren, sind sie in den letzten Jahren wieder gestiegen. 2018 starben 28 Personen im Straßenverkehr durch Alkohol, 2017 waren es 26, im Jahr zuvor 22 (Quelle: BMI). Generell ereignen sich die meisten Alkoholunfälle an Samstagen und Sonntagen.

Statistik 2005-14

Jahr 2014: 28 Todesopfer / 2.890 Verletzte
Jahr 2014: 32 Todesopfer / 2.890 Verletzte
Jahr 2013: 31 Todesopfer / 3.065 Verletzte
Jahr 2012: 39 Todesopfer / 3.425 Verletzte
Jahr 2011: 51 Todesopfer / 3.032 Verletzte
Jahr 2010: 33 Todesopfer / 3.063 Verletzte
Jahr 2009: 46 Todesopfer / 3.406 Verletzte
Jahr 2008: 53 Todesopfer / 3.653 Verletzte
Jahr 2007: 56 Todesopfer / 3.819 Verletzte
Jahr 2006: 56 Todesopfer / 3.565 Verletzte
Jahr 2005: 57 Todesopfer / 3.825 Verletzte

(Quelle: VCÖ)

In den vergangenen Jahren waren die 20- bis 24-jährigen Männer am häufigsten in Alkoholunfälle mit Personenschaden involviert (Quelle: Statistik Austria).

"Mögliche schwerwiegende Konsequenzen, die eine Alkofahrt nach sich ziehen kann, werden oft verdrängt", so ÖAMTC-Expertin Seidenberger. "Die Ernüchterung folgt dann nach einer Kontrolle oder einem verursachten Unfall. Hohe Geldstrafen, die Entziehung der Lenkberechtigung, Nachschulung und verkehrspsychologische Untersuchung sind mögliche Folgen. Verschuldet man in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand einen Unfall mit Personenschaden, droht auch ein gerichtliches Strafverfahren. Im Falle eines Unfalles kann die Haftpflichtversicherung bis zu 11.000 Euro pro Obliegenheitsverletzung, maximal aber 22.000 Euro vom alkoholisierten Lenker verlangen. Daneben können auch Kasko- und Rechtschutzversicherung leistungsfrei sein.“

Alkoholkontrollen finden in der Faschings- und Ballzeit vermehrt statt. In den vergangenen vier Jahren gab es im Vormerkregister durchschnittlich 6.800 Eintragungen zur Überschreitung der 0,5 Promille-Grenze – mit 88 Prozent mehrheitlich Männer (Quelle: Bundesrechenzentrum).

Quelle: NÖN.at, 15.2.2019

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Oberösterreich: Taxigutscheine für junge Führerscheinbesitzer

Jugendliche aus Kematen (in Oberösterreich) im Alter von 16 bis 19 Jahren können sich Taxigutscheine im Wert von 75 Euro, bei einem Selbstbehalt von 25 Euro, beim Gemeindeamt beantragen. „Gemäß der Vorgabe des Landes OÖ, das die Taxigutscheine finanziell fördert, sind Jugendliche bis zu einem Alter von 21 Jahren anspruchsberechtigt“, berichtet der zuständige Ausschussobmann und FPÖ-Fraktionsobmann Christian Deutinger: „Auch Zivil- beziehungsweise Präsenzdiener und Studierende bis 26 Jahre sollen künftig in den Genuss der Taxigutscheine kommen!“

Diesen Empfängerkreis will Deutinger erweitern und „vor allem für junge Führerscheinbesitzer in Kematen ein Angebot schaffen.“ Diese Personengruppe sollte erst gar nicht in die Versuchung kommen, sich betrunken hinter das Steuer zu setzen. Für den Kommunalpolitiker steht fest: „Mit den Taxigutscheinen könnte die Gemeinde bei dieser Personengruppe einen Teil dazu beitragen, dass so etwas nicht passiert.“

Quelle: meinbezirk.at, 20.2.2019

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EuGH bestätigt Verkaufsverbot für aromatisierten Tabak

Der Verkauf von Zigaretten oder Tabak zum Selbstdrehen bleibt verboten, wenn ein starkes Aroma den Tabakgeschmack überdeckt. So urteilte jetzt das oberste EU-Gericht, nachdem diese Regelung von einer deutschen Firma angefochten wurde. Einige Firmen dürfen Restbestände aber noch bis 2020 verkaufen.

Seit 2016 ist der Verkauf von Zigaretten oder Tabak zum Selbstdrehen mit Aroma verboten, weil der Tabakgeschmack überdeckt wird und sie damit zur Förderung des Tabakkonsums beitragen. Das Verkaufsverbot stellt zwar eine Einschränkung des freien Warenverkehrs dar, sei jedoch durch das Ziel gerechtfertigt, einen hohen Schutz der menschlichen Gesundheit zu gewährleisten.

Quelle: Der Spiegel, 30.01.2019

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Mexico: Gescheiterter Krieg gegen die Drogen

Drogenhandel prägt die gemeinsame Geschichte der USA und Mexikos seit dem 19. Jahrhundert, seitdem chinesische Einwanderer begannen, Opium in Mexiko anzubauen, und die Amerikaner den Stoff im Zweiten Weltkrieg für Morphium importierten. Danach lief der Handel illegal weiter – und geriet aus dem Ruder. Geduldet, wenn nicht gar gefördert wurde das Chaos von der mexikanischen Institutionalisierten Partei der Revolution (PRI), die die Geschicke des Landes als Einheitspartei 70 Jahre lang prägte. Der PRI-Staat arrangierte sich mit den Kartellen in Sinaloa oder Durango. Nach Ende der absoluten PRI-Macht in den 1990er-Jahren waren diese Strukturen nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Zu dieser Zeit wurde das Geschäft erst richtig interessant, die Nachfrage nach der Karrieredroge Kokain auf dem US-Markt und in Europa explodierte.

Nun wurde Zentralamerika zum Drogenkorridor. An den unkontrollierten und polizeifreien Dschungelküsten Nicaraguas und Honduras’ wird der Stoff angeliefert und weitertransportiert, wovon nicht nur mexikanische Kartelle profitieren, sondern auch alteingesessene Eliten. Die Verbindungen zwischen Politik, Clans, Militär und Dealern sind kaum noch zu entwirren. In Mittelamerika und Mexiko haben sie die öffentliche Ordnung in vielen Landesteilen zerstört, zumindest wenn man der Ansicht ist, dass für diese Ordnung ein Staat zuständig sein sollte.

Die härtesten Gegenmaßnahmen strengte Mexikos Präsident Felipe Calderón an. 2006 rief er den Krieg gegen die Kartelle aus. Dieser ließ ein destabilisiertes Land sowie 70000 Tote zurück. Mexiko erlebte eine unfassbare Verrohung.

Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, wie die lateinamerikanischen Ex-Präsidenten Cardoso, Gaviria und Zedillo 2009 in einem Report feststellten. Sie forderten stattdessen eine humanere Politik gegenüber Süchtigen, die Entkriminalisierung des Handels und eine kontrollierte Freigabe bestimmter Drogen – um den Bossen die Gewinne zu entziehen.

Quelle: bazonline.ch, 19.2.2019

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Luxemburg: Eimerweise Tabak zum kleinen Preis

In Luxemburg kann man Tabak in großen Eimern kaufen. 2018 gingen im Großherzogtum über drei Milliarden Glimmstängel über die Ladentheke.Die Preise sind niedrig – niedriger als in den Nachbarländern – und die Tankstellen machen gute Geschäfte damit, den Tabak an die ganze Großregion zu verkaufen.

In Luxemburg sind Zigaretten und Tabak in den letzten acht Jahren moderat teurer geworden. 2018 kostete ein Päckchen mit 20 Zigaretten 4,20 Euro. In Frankreich zahlt der Raucher 2010 für ein Päckechen7,60 Euro. Ähnlich verhält es sich beim losen Tabak. Während in den acht beobachteten Jahren der Preis von einem Kilo losem Tabak in Luxemburg von 54 Euro auf 104 Euro gestiegen ist, erhöhte er sich in Frankreich im gleichen Zeitraum von 167 Euro auf 320 Euro. Für Einwohner Frankreichs ist die Einkaufsfahrt nach Luxemburg also von Jahr zu Jahr attraktiver geworden.

Da der Staat über die Verbrauchersteuer auf Tabak jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro einnimmt, ist das politische Interesse gering, die Tabakpreise zu erhöhen.

Quelle: Tageblatt Letzebuerg, 18.2.2019

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Niederlande: Strenge Regulierung des Online-Glücksspiels

Das neue Gesetz ist restriktiv und enthält eine Reihe von Elementen zur Bekämpfung der Sucht. Die Spieler müssen sich registrieren und ihr Limit angeben und werden regelmäßig auf dem Bildschirm an die Gefahr der Sucht erinnert.

Die Glücksspielunternehmen müssen außerdem einen zusätzlichen Experten für den Spielerschutz benennen und eine Glücksspielsteuer von 29% zahlen, die zu den höchsten in Europa gehört.

Eine Umfrage unter 15.000 Erwachsenen durch den Marktforscher Motivaction für Holland Casino im vergangenen Monat ergab, dass das illegale Glücksspiel in den letzten zwei Jahren um 20% zugenommen hat. Etwa 1,8 Millionen Menschen geben heute das gelegentliche Wetten zu, was zu einem geschätzten Umsatz von 600 Millionen Euro und 175 Millionen Euro an verlorenen Steuereinnahmen führt.

Quelle: www.yogonet.com, 20.2.2019

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