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sucht+prävention – 2/2025, Februar 2025
Editorial
Rausch. Websites. Seminare. Kindergärten. Smartphones. Eltern. Webinare. Wissenschaft. Jugendarbeit. Initiierte Abstinenz. Alkohol. Kampagnen. Nikotinbeutel. Gesetzesbegutachtungen. – Das und noch viel mehr hat uns in den letzten Wochen beschäftigt bzw. steht für uns – und für Sie als unsere Compagnons – demnächst auf dem Programm, und darüber können Sie in der aktuellen Ausgabe von sucht+prävention lesen. – Wir wünschen eine angeregte Lektüre.
Das Team von kontakt+co
Newsletter-Archiv
Update "drogenguru.at"

drogenguru.at, unsere mobilfreundliche Website für Jugendliche, hat ein paar Updates erfahren: einerseits durch schicke neue Icons, andererseits auch inhaltlich mit Verbesserungen, Aktualisierungen und auch neuen Themen.
drogenguru.at
Stärkung der Suchtprävention in der Elementarpädagogik

Am 4.2. führten wir einen "it's up 2U"-Workshop an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Innsbruck durch. Die BAfEP bildet zukünftige Elementarpädagog*innen aus, die in Kindergärten und anderen elementarpädagogischen Einrichtungen tätig sein werden.
Ursprünglich war der Workshop für Schüler*innen konzipiert. Im Verlauf stellten wir jedoch fest, dass die Teilnehmer*innen bereits über ein hohes Maß an Kompetenz und Reflexionsfähigkeit verfügten. Dies führte zu einem intensiven fachlichen Austausch auf Augenhöhe, bei dem die angehenden Pädagog*innen als Expert*innen für ihre zukünftige Zielgruppe und wir als Expert*innen für die Suchtprävention agierten. Die anregenden Diskussionen und der wertvolle Austausch bestätigten die Bedeutung, suchtpräventive Inhalte verstärkt in die Ausbildung an der BAfEP zu integrieren.
In der frühen Kindheit wird der Grundstein für die persönliche Entwicklung gelegt – ein zentraler Aspekt der universellen Suchtprävention. Je früher Kinder lernen, ihre Gefühle bewusst wahrzunehmen und mit negativen Emotionen umzugehen, desto besser. Entwickeln sie bereits in jungen Jahren geeignete Strategien zur Stressbewältigung, verringert sich das Risiko, später auf Suchtmittel als Ersatz für fehlende Bewältigungsmechanismen zurückzugreifen. Darum freuen wir uns besonders ab dem Herbst 2025 das Lebenskompetenzprogramm „Gemeinsam stark werden“ für den elementaren Bildungsbereich in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Tirol und der Weitblickstiftung anbieten zu können. „Gemeinsam stark werden“ unterstützt pädagogische Fachkräften aus elementaren Bildungseinrichtungen in ihrer Aufgabe, Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig zu stärken.
Wir bedanken uns bei den Teilnehmer*innen für den inspirierenden Austausch und freuen uns auf zukünftige Kooperationen, um gemeinsam die Suchtprävention im Bildungsbereich zu stärken.
Nicht nur in Innsbruck beschäftigen sich angehende Elementarpädagog:innen mit Sucht und Suchtprävention: Bereits im Jänner fand an der BAfEP Zams ein Aktionstag Sucht unter Mitwirkung von kontakt+co statt, über den auch die Bezirksblätter berichteten.
Was sonst noch geschah …
"Freedom from Addiction"

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts "Freedom from Addiction", koordiniert von der compass GmbH, war eine Delegation türkischer Wissenschafter:innen und Studierender bei kontakt+co zu Besuch. Wir konnten den Kolleg:innen einiges zu evidenzbasierter Suchtprävention und zu unserer praktischen Arbeit erzählen und haben selbst den Austausch als sehr anregend erlebt.
"movin' - Motivational Interviewing in der Suchtprävention"

Bereits zwei movin'-Seminare konnten heuer durchgeführt werden, eines für die Mitarbeiter:innen der städtischen Innsbrucker Jugendzentren (s. Foto) und ein offen ausgeschriebenes mit Teilnehmer:innen aus verschiedenen Einrichtungen im Sozialbereich.
movin' ist der "Markenname" der Seminare zu "Motivational Interviewing", einer Gesprächsmethode zur Begleitung von Menschen bei Veränderungsprozessen. Das nächste offene Seminar findet am 5.11, 6.11. und 4.12. 2025 statt.
Veranstaltungen
Jetzt geht's los: AKTION plusminus

Wenn Sie diesen Newsletter lesen, neigt sich der Fasching dem Ende zu, und auch heuer wieder beginnt am Aschwermittwoch die AKTION plusminus:
» Brauchen wir, was wir haben? Haben wir, was wir brauchen?
Zur Ruhe kommen und sich auf das Wesentliche besinnen: Es geht bei der AKTION plusminus um den Versuch, manches im eigenen Leben zumindest probeweise zu verringern, anderes zu stärken und aus den dabei gesammelten Erfahrungen für die Zukunft zu lernen. Die Fastenzeit ist dafür eine gute Möglichkeit! «
Die Bestellung der Materialien ist über die Website möglich.
Neu ist 2025 die youngSummit-Challenge als Mitmachprojekt für Schulklassen und Jugendgruppen: Die Jugendlichen werden eingeladen zu reflektieren, was ihnen im Leben – für sich selbst und für die Welt – wichtig ist. Darauf aufbauend können sie konkrete Ziele für einen 7-tägigen Zeitraum stecken. – Details im Video:
youngSummit-Video
Save the date(s): "elternfragen.jetzt"
Das Webinar für Eltern von Pubertierenden
Stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm, Tiktok statt Hausaufgaben, Instagram statt Sport. – Was tun?
"elternfragen.jetzt" sind einstündige Webinare für alle, die den Rat erfahrener Fachleute nutzen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos und gern auch anonym möglich.
Termine für die Veranstaltungen im Frühjahr, der erste in ein paar Tagen:
- 5.3.2025, 10:00-11:00: Medien & Smartphone
- 24.4.2025, 10:00-11:00: Cannabis
- 5.5.2025, 10:00-11:00: Nikotin & Alkohol
elternfragen.jetzt
Vorschau: Dialogwoche Alkohol
BMSGPK und TNSG und VwGH und CBD und …
Quasi "zwischen den Regierungen" hat der scheidene Gesundheitsminister einen Entwurf für ein "Tabak- und Nikotinsucht-Gesetz - TNSG" (als Nachfolge des derzeit geltenden "Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz(es) – TNRSG") in die Begutachtung geschickt. Aus Sicht der Suchtprävention sind die darin enthaltenen Verbesserungen hinsichtlich Konsument:innen- und Jugendschutz, etwa die Ausweitung auf z.B. Nikotinbeutel, die erweiterten Werbeverbote oder das bundesgetzlich geregelte Verbot der Abgabe an Unter-18-Jährige, auf jeden Fall zu begrüßen, auch wenn noch immer Lücken offen bleiben. – Ob das Gesetz in der neuen Legislaturperiode im Nationalrat beschlossen wird, ist allerdings eine andere Frage …
Ministerialentwurf
Neben der Exekutive (und vielleicht infolge der Legislative) beschäftigt sich auch die Judikative mit Rauchwaren, konkret gibt es ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs zu CBD-Hanf. Der Standard schreibt dazu:
» Künftig ist für getrocknete Hanfblüten mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent Tabaksteuer in Höhe von 34 Prozent fällig. Viel schwerer jedoch wiegt, dass diese nun unter das seit 240 Jahren geltende Tabakmonopolgesetz fallen: Das zum Rauchen dienende Gras darf hierzulande also nur noch von Trafikanten verkauft werden. «
VwGH-Erkenntnis
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