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sucht+prävention – 3/2026, April 2026
Editorial
Rück- und Ausblicke, Theater und Webinare, Bücher und Menschen, Smartphones und Visionen – all das finden Sie in dieser Ausgabe von sucht+prävention. – Wir wünschen eine angenehme Lektüre.
Das Team von kontakt&co
Neu im Team: Maximilian Obleitner

Wir freuen uns, mit Maximilian Obleitner, MSc, einen neuen Kollegen im Team begrüßen zu dürfen. Er hat den Fachbereich Arbeitswelt übernommen.
Maximilian Obleitner bringt fundierte fachliche Expertise sowie relevante Praxiserfahrung mit, die für den Fachbereich besonders wertvoll sind. Mit seinem Hintergrund in Psychologie, seiner Qualifikation als systemischer Supervisor und Coach sowie als Mediator verfügt er über vielseitige Kompetenzen in Beratung, Prozessbegleitung und Konfliktlösung.
Der Fachbereich Arbeitswelt befasst sich mit aktuellen Fragestellungen rund um Gesundheit, Prävention und nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit. Ziel ist es, Organisationen und Bildungseinrichtungen dabei zu unterstützen, frühzeitig auf Herausforderungen zu reagieren und gesundheitsförderliche Strukturen zu stärken. Mit Maximilian Obleitner setzen wir einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieses Bereichs.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen ihm einen erfolgreichen Start in seiner neuen Funktion.
Bei Fragen zum Fachbereich Arbeitswelt oder zu unseren Angeboten wenden Sie sich bitte gerne an Maximilian Obleitner.
Fachbereich Arbeitswelt
Rückblick: „Gemeinsam stark werden – primar”

Zur Eröffnung der Seminarreihe „Gemeinsam stark werden - primar” in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) durften wir auch Frau Karin Mauracher von der PHT begrüßen. Wir freuen uns auf eine gelungene Lehrerinnen-Fortbildung mit unserem Lebenskompetenzprogramm für die Primarstufe.
Rebecca Brunner und Bettina Ahsheuer
Nähere Infos: rebecca.brunner@kontaktco.at oder telefonisch: 0512585730.
Schulprogramme
Rück- und Ausblick: Forum-Theater „Geschichten vom Storch”
Im Rahmen des Projekts „Healthy Minds – psychische Gesundheit rund um die Geburt” wurde in Kooperation mit kontakt&co Suchtprävention Tirol und spectACT-Verein für politisches und soziales Theater das Forumtheater-Stück „Geschichten vom Storch” entwickelt. Vom Erfahren von der Schwangerschaft bis zum Wochenbett stellen wir uns zahlreichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Ein Kind zu bekommen ist keine Krankheit, aber wie bleiben wir dabei auch gesund?

Feedback aus dem Publikum:
» Die sensible und wichtige Thematik der psychischen Gesundheit rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wird durch diese Form des Theaters sehr anschaulich dargestellt. Die Vorstellung ist beeindruckend und hat unglaublichen Tiefgang! In Rollen einzutauchen, um u.a. zu erkennen, wie herausfordernd leicht gesagte Veränderungsideen tatsächlich sind, schärft und erweitert den Blick und somit die Perspektivenvielfalt. Durch die tollen Schauspieler:innen und die exzellente Moderation werden Themen aufgegriffen, Fragen ans Publikum gestellt und Verknüpfungen zu Gesundheitsversorgung und Politik gelegt, die zum Weiterdenken und zur weiteren Bewusstseinsbildung beitragen. Das muss gesehen werden! «
— Prof.in (FH) Martina König-Bachmann, Leiterin des Lehr- und Forschungspersonals FH-Bachelor-Studiengang Hebamme
Weitere Aufführungen:
- 16. Mai 2026: Museum der Völker, Schwaz | 15 Uhr
- 22. Mai 2026: Haus der Begegnung, Innsbruck | 19 Uhr
Ankündigung: elternfragen.jetzt
» Die ersten Zigaretten oder Nikotinbeutel, stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm, der erste Rausch, Kiffen oder Experimente mit anderen Substanzen … Manchmal bleibt es nicht beim Ausprobieren. Was tun? «
Ein letzter Durchgang von „elternfragen.jetzt”, dem einstündigen Webinar für Eltern und andere Bezugspersonen von Pubertierenden, findet vor der Sommerpause noch statt.
Termin:
- 06.05.2026, 16:00-17:00: Alkohol & Nikotin
Die Teilnahme ist kostenlos und gern auch anonym.
elternfragen.jetzt
Elternabende und andere -tageszeiten
Elternabende zu den Themen „Medien & Smartphone-Nutzung“ sind derzeit recht gefragt. Aber die Abende sind spärlich gesät. Neulich war Armin Staffler für den Fachbereich Familie und Erziehung bei einem „Eltern-Frühstück“. Vielleicht fallen euch noch andere Formate und Zeiten ein, wo ihr euch euren Fragen widmen möchtet, sei es zum allgegenwärtigen Smartphone oder auch zu Nikotin, Alkohol, Cannabis oder anderen Substanzen, die eure Kinder und Jugendlichen womöglich konsumieren. Garantiert OHNE Zeigefinger!
Elternabende
„feel-ok” auf Instagram

feel-ok, das internetbasierte Interventionsprogramm zu Gesundheitsthemen (inklusive Nikotin, Alkohol und Cannabis) für Jugendliche, ist auch auf Instagram vertreten. Vor allem für Multiplikator:innen ist das eine gute Möglichkeit dafür, schnell und einfach Hinweise und Updates zu erhalten.
feel-ok auf Instagram
Social Media, Smartphones, Verbote, Suchtprävention: Take 2
Zum Thema "Social-Media-Verbote für Jugendliche / Online-Alterskontrollen" haben wir in der letzten Ausgabe von sucht+prävention ausführlich geschrieben, daher diesmal nur ein paar kurze Hinweise:
Politik
Ende März hat die österreichische Regierung bei einer Pressekonferenz nach dem Ministerrat angekündigt, bis Ende Juni einen Gesetzesvorschlag vorlegen zu wollen, der ein Verbot der Nutzung gewisser noch nicht näher definierter Plattformen für Jugendliche unter 14 Jahren vorsieht. – Die Diskussion in Deutschland verläuft ähnlich, auch wenn die dortige Bundesregierung Anfang April eingestehen musste, dass ihr keine belastbaren Studien zur Wirksamkeit eines derartigen Verbots vorliegen. – Anders stellt sich die Situation in Estland dar, wo die Bildungsministerin erklärt, die EU solle sich auf die Regulierung der Plattformen konzentrieren, anstatt aus ihrer Sicht unwirksame Verbote für Minderjährige einzuführen.
Wissenschaft
Die AK Wien hat eine weitere Studie präsentiert, die vier Forscherinnen des IHS erstellt haben: Unter dem Titel „ADDICT. Bewertungsansätze für das Risikomanagement suchtfördernder Designs und Praktiken digitaler Plattformen” haben diese einen Raster zur Klassifizierung von suchtfördernden Praktiken auf Online-Plattformen entwickelt und diese Risikotaxonomie auf einige Beispiele angewendet. – Bereits in ihrem Problemaufriss zu Beginn der Publikation betonen die Autorinnen:
» Obwohl derartige Ansätze [Nutzungsbeschränkungen, Anm.] wohlbegründet sind, lenken sie doch den Problemfokus von den strukturellen Dynamiken sozialer Medien auf das Verhalten von einzelnen Nutzer:innen.
[…] sind suchtähnliche Verhaltensweisen der Nutzer:innen keine Zufälligkeiten, sondern vielmehr ein strategisches Merkmal für wirtschaftliche Interessen […].
Suchtverhalten entsteht somit aus kognitiven Manipulationen, die von Technologieunternehmen gezielt zur Profitsteigerung eingesetzt werden […].
Vor diesem Hintergrund sind strukturelle Regulierungen entscheidend, um das dominierende Narrativ zu hinterfragen, systemische Machtasymmetrien zwischen Nutzer:innen und Plattformunternehmen aufzudecken und Bürger:innen vor ausbeuterischen Praktiken zu schützen. «
Studie „ADDICT”
Praxis
Zum Abschluss noch ein praktischer Hinweis: Unsere oberösterreichischen Kolleg:innen haben die Kampagne „Handypause beim Abholen” gestartet, bei der mittels Botschaften auf Postkarten und Plakaten im Eingangs- bzw. Garderobenbereich von Kindergärten und Krabbelstuben die Eltern und Erziehungsberechtigten für einen bewussten Umgang mit dem Smartphone in Gegenwart ihrer Kinder sensibilisiert werden sollen.
„… weil ich so viel erlebt habe”
Neu in der Bibliothek
Neu in unserer Bibliothek eingetroffen: Der Roman „Entzug” des deutschen Autors Christoph Peters.

Der Standard schreibt in seiner Rezension dazu:
» Entzug ist eine Wucht. Berührend, packend, zugleich literarisch perfekt gearbeitet. Man ist diesem "Ich" ganz nah, spürt seine Hektik, Unruhe. Das Überzeugende des Textes liegt gleichzeitig darin, wie schonungslos, detailliert, analytisch Peters seine Krankheit ausbreitet. Entzug ist informativ, sensibel, zugleich menschlich warm. «
Das Buch kann – wie alle unsere Bücher – in unserer Bibliothek kostenlos ausgeliehen werden:
Bibliothek
Fotoquiz
Was ist das?

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Ein Symbol einer Vision für kontakt&co, erstellt bei unserer Team-Klausur. (Das war einfach, oder?)
Aber wir sind bei der Planungsklausur auch „klassisch” vor Pinnwänden und Flipcharts im Kreis um Plakate gesessen:

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